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Die größte Apokalypse der Erdgeschichte ist in der wiederholten Vorbereitung?
09.08.2017

US-amerikanische Wissenschaftler vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben Rätsel um die größte Katastrophe der Erdgeschichte gelöst. Ihre Ergebnisse lüften nicht nur die Geheimnisse des schrecklichen Armageddon, sie dienen auch als Warnsignal für uns: Die Katastrophe kann sich wiederholen.
 
Vor gut 250 Millionen Jahren verschwanden plötzlich 95 Prozent aller Arten auf der Erde. Es gab zahlreiche Erklärungen für das mysteriöse Desaster: Klimawandel, Kollision der Erde mit einem Asteroid, doch eine der begründetsten Hypothesen war der Vulkanismus. Die US-Wissenschaftler haben diese Hypothese nun bestätigt. Die fossile Hinterlassenschaft in Sibirien weist Spuren des radioaktiven Urans auf. Der Zerfall der radioaktiven Kristalle ist eine Art Uhr, auf der die Forscher das Alter von Gesteinen ablesen können. "Der Stein, den wir auf dem Marsch durch die Taiga aufgelesen haben, fällt genau in das Zeitfenster des Massenaussterbens", sagt der Geologe Seth Burgess. 
 
Vulkanausbrüche haben „den großen Mordprozess“ eröffnet. Die Temperaturen auf der Erde stiegen bis zu zehn Grad an. Der Ausstoß gewaltiger Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid soll den Klimaschock verursacht haben. Doch ähnliche Vorgänge passieren heute – nicht durch die Vulkanausbrüche, sondern durch die menschliche Tätigkeit. „Das Ende des Perms ist der Gegenwart viel ähnlicher, als es mir lieb wäre", sagt die Expeditionsleiterin Lindy Elkins-Tanton. Zwar erreicht der Mensch mit seiner Tätigkeit bei weitem nicht das Ausmaß der damaligen Katastrophe. „Dennoch sollten wir das große Massenaussterben jener Zeit als Warnung begreifen", meint Elkins-Tanton. „Wenn wir irgendwann merken sollten, dass es wieder so weit ist, wird es zu spät sein."

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