Leben
Corona Krise: Chinesische Hilfe kommt jetzt nach Deutschland
24.03.2020

Stephan Pusch (CDU), Landrat des vom Coronavirus besonders betroffenen Kreis Heinsberg geht jetzt unkonventionelle Wege, wenn es um die Beschaffung von von Masken und Schutzkittel für das Personal der örtlichen Gesundheitseinrichtungen geht. Denn anstatt sich mit seiner Bitte an die Landesregierung NRW zu wenden, schrieb Pusch am Montag in einem offenen Brief an den chinesischen Staats- und Parteichefs Xi Jinping. 

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Die im Kreis verfügbaren Masken oder Schutzkittel reichten nur noch für ein paar Tage. Die Antwort aus Fernost ließ auch nicht lange auf sich warten und so meldete sich ein wenig später der Düsseldorfer Generalkonsul der chinesischen Botschaft bei Pusch - und bot Hilfe an.

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Im Kampf gegen das Virus hätten die Verantwortlichen in China immer wieder betont, wie wichtig ausreichendes Schutzmaterial sei, schrieb Pusch in dem Brief, der an die chinesische Botschaft in Berlin andressiert war. "Soweit der Krisenstab und die Krankenhäuser hier vor Ort nicht ausreichend Schutzmaterialien besorgen können - was mehr als schwierig ist - hätte das weitreichende schwere Folgen für das Gesundheitssystem im Kreis Heinsberg und für die Menschen hier. In meiner Funktion als Landrat bitte ich daher die Volksrepublik China um Unterstützung", hieß es in dem Schreiben weiter.

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Pusch lobte die in der Bekämpfung des Virus erfahrenen chinesischen Mediziner und betonte, an der Wichtigkeit eines fachlichen Erfahrungsaustausch sei ihm sehr viel gelegen. Der schwer betroffene nordrheinwestfälische Landkreis zählt über 1.000 Infizierte Personen und beklagt 21 Tote im Zusammenhang mit dem Virus COVID-19.

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Pusch regte ebenfalls eine Städtepartnerschaft des Kreises Heinsberg mit der von der Epidemie besonders betroffenen chinesischen Provinz Wuhan an.
Am späten Montagnachmittag unterrichtete der Heinsberger Landrat in einer Videobotschaft die Zuschauer von dem Ergebnis seiner Bemühungen. Promt habe ihn ein Anruf aus dem Düsseldorfer Generalkonsulat erreicht.
"Wir haben uns nett unterhalten, er hat seine Hilfe angeboten", so Pusch. Das Thema Materialwünsche solle man an ihn weiterleiten, habe der Generalkonsul gesagt - "und die Chinesen würden dann das tun, was sie können, um uns zu helfen." 

Pusch ging dann noch einen Schritt weiter und verkündete, falls es zur Lieferung von Hilfsmaterialien aus China kommen würde, dann käme er persönlich vorbei um auch noch bei der Entladung zu helfen.

 

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