Leben
Coronavirus- Trump ignoriert die Warnungen deshalb
25.03.2020

Es ist die Sorge vor einer drohenden Rezession, die Donald Trump in diesen Tagen umtreibt. Genau aus diesem Grund soll die Stilllegung des Landes auch nicht allzulange dauern.
"Wir müssen dieses Land öffnen", unterichtete Trump seine Landsleute in einem Interview mit dem Fernsehsender Fox News. "Wir müssen wieder an die Arbeit gehen." Er hoffe, dass die Normalität in den amerikanischen Betrieben bis Ostern - also Mitte April - wieder einstellen wird.

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Der ökonomische Impact, den die weitreichenden Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona- Epidemie haben, könnten  "ein Land zerstören", warnte der US- Präsident.
Trump ließ erneut erkennen, dass er die weitgehende Stilllegung des Landes möglichst bald wieder aufheben will, zumindest in weniger von der Epidemie betroffenen Landesteilen.
Der Stillstand des öffentlichen Lebens und die Schließung von Produktionsstätten und Geschäften wirken auf die Wirtschaft "verheerend". Der gewollte Absturz in eine "massive Rezession" oder gar "Depression" , könnte letztlich mehr Menschenleben kosten als die Epidemie an sich. 

"THE CURE CANNOT BE WORSE (by far) THAN THE PROBLEM! Congress MUST ACT NOW. We will come back strong!"

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Es sind zehntausende von Menschen, die jedes Jahr infolge der Grippe und durch Autounfälle versterben, aber niemand wolle deswegen das ganze Land stillegen. 
Die von der Regierung zunächst für zwei Wochen angeordneten Einschränkungen enden bereits am kommenden Montag. 
Dann werde die Lage überprüft und gegebenenfalls wird es noch "ein bisschen mehr Zeit" geben, sagte Trump. 
Die gegenwärtig angeordnete Isolierung vieler Menschen in den eigenen vier Wänden, kann Hoffnungslosigkeit und Depressionen fördern und so auch zu "Tausenden Selbstmorden" führen, warnte er. Psychologen bestätigen dabei die Einschätzung des Präsidenten.

"Unser Land will wieder an die Arbeit", sagte Trump. "Diese Heilung ist schlimmer als das Problem." Er mahnte: "Mehr Menschen werden sterben, wenn wir zulassen, dass es so weitergeht."

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Aus den Daten der Johns-Hopkins-Universität geht hervor, die USA verzeichneten in den vergangenen Tagen einen bereits erwarteteten Anstieg von Todesopfern über die Grenze von 600. Die Zahl der bestätigten Infektionen lag diesen Angaben zufolge bei rund 50 000. Damit rangieren die USA bei der Zahl der bestätigten Fälle an dritter Stelle - hinter China und Italien. In den Vereinigten Staaten von Amerika wohnen ca. 330 Millionen Menschen.
Virologen zufolge steht den USA der Höhepunkt des Ausbruchs noch bevor. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schließt nicht aus, dass die USA das neue Epizentrum der Pandemie werden könnten.

 

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Wie in vielen anderen Staaten weltweit, hat die USA regional Ausgangsbeschränkungen verhängt, ebenso bestehen nationale Einreiseverbote. Das öffentliche Leben ist zum größtenteils zum Erliegen gekommen. 
Viele Geschäfte, Schulen und Betriebe wurden vorübergehend geschlossen, Veranstaltungen reihenweise abgesagt und größere Menschenansammlungen verboten. Das lässt die Wirtschaft des Landes langsam absaufen. Das genaue Ausmaß der Verwerfungen der Coronavirus-Pandemie in den USA ist noch nicht absehbar. Viele Analysten befürchten inzwischen aber einen dramatischen wirtschaftlichen Einbruch im zweiten Quartal und eine Rezession aufs ganze Jahr betrachtet.