Leben
Ist Aussehen wichtiger, als wir uns eingestehen möchten?
07.11.2017

Es reicht nicht mehr allein, ein goldenes Herz zu haben. Man muss auch etwas zurückgeben und zeigen, dass man sich wohlfühlt. Wir wissen einfach auch aus der Forschung, dass sich Schönheit nun einmal besser verkauft. Oder anders ausgedrückt:  Menschen, die durch ihr angenehmes Äußere auffallen, haben es einfacher im Leben. Und wenn wir von diesen „schönen Menschen“ sprechen, dann sind damit nicht unbedingt die schlanken, oder die mit den perfekt durchtrainierten Körpern, oder den angesagtesten Frisuren gemeint. Wir meinen damit die Menschen, deren Gesamterscheinung harmonisch ist.

Es gibt wohl kaum ein Thema, um das sich so viele Mythen ranken, wie um Schönheit. Sie ist bekanntlich nicht nur vergänglich, sondern vor allem eine sehr persönliche Angelegenheit. Ein Faktor, der uns täglich beschäftigt – ob wir wollen oder nicht. Und ein Thema, das ganz unabhängig von Alter, Einkommen und Möglichkeiten gesellschaftlich seit jeher bewegt.

Es gibt keinen „goldenen Schnitt“, mit dem man Schönheit festhalten und messbar machen kann. Man sagt zwar, sie würde im Auge des Betrachters liegen. Aber Schönheit beginnt doch eigentlich bei dem, was jeder selbst darunter versteht. Vielleicht geht es also auch gar nicht darum, was wirklich „schön“ ist. Es geht vielmehr darum, wie jeder einzelne die eigene Schönheit zum Vorschein bringen kann. Ob ich dichtes Haar, makellos-glatte Haut, eine gerade Nase, oder einen tollen Körper habe, ist gar nicht wichtig. Erst, wenn ich mit mir im Reinen bin, kann ich das auch zeigen: Denn das Bild, das ich in mir trage, kehre ich auch nach außen. Die Menschen werden gut gelaunt auf mich zukommen, wenn ich ihnen innerlich genauso gut gelaunt begegne.