Leben
Nach dem Tod von Thomas Schäfer: Wieder mutmaßlicher Suizid in hessischem Finanzministerium
17.04.2020

Nur knapp drei Wochen nach dem Freitod des Finanzministers Thomas Schäfer schockiert ein weiterer Todesfall die hessische Staatskanzlei in Wiesbaden.
Nun wurde offenbar ein weiterer nicht namentlich genannter ranghoher Mitarbeiter tot in seinem Büro aufgefunden. 

Der Beamte sei am Donnerstagmorgen "leblos in seinem Büro aufgefunden worden, laut polizeilicher Mitteilungen ist von einem selbstgewählten Freitod auszugehen", zitiert das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" aus einer interne Mail des Finanzstaatssekretärs Martin Worms an die Mitarbeiter des Finanzministeriums. 
 Über die näheren Umstände und Hintergründe ist bislang nichts bekannt.

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Ende März hatte der Tod von Finanzminister Schäfer bundesweit Bestürzung ausgelöst. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hatte von einer Verzweiflungstat im Zusammenhang mit der finanziellen Bewältigung der Corona-Krise gesprochen. 

"Ich muss davon ausgehen, dass ihn diese Sorgen erdrückt haben", sagte Bouffier. Offensichtlich habe der 54-Jährige keinen Ausweg mehr gesehen. Schäfer, der als möglicher Nachfolger Bouffiers galt, war an einer ICE-Strecke im Main-Taunus-Kreis tot aufgefunden worden.

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Hinweis zu Berichterstattung nach Suizid 

Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111.

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