Leben
Medizintechnik: Nano-Bohrer töten Krebszellen
06.09.2017

Britische und amerikanische Forscher haben offenbar aus einem Molekül bestehende Nanoroboter entwickelt, die gezielt Krebszellen im Körper finden und töten können. Wie die „Welt“ berichtet, könnte diese neue Technik die Medizin revolutionieren. Killer-Moleküle, Nanomaschinen oder wie das Handelsblatt sie auch nennt – „Nano-Bohrer“ sollen winzig klein und extrem schnell sein.
 
Das  Molekül soll einem Ventilator mit drei Paddeln ähneln, die aus Ringen von Kohlenstoffatomen bestehen. Wenn man sie mit ultraviolettem Licht mit Energie versorgt, beginnen sie sich zu drehen. Bei der Beleuchtung mit UV-Licht rotieren sie zwei bis drei Millionen Mal pro Sekunde. Durch das Rotieren werden innerhalb weniger Minuten Löcher in die Zellen gebohrt. Dabei läuft das Zellplasma aus, und die Zellen sterben. Allerdings müssen diese Nanomaschinen die Zielzellen erkennen und sich nur auf ihnen niederlassen. Dafür haben die Forscher Moleküle eingesetzt, die spezifisch zu bestimmten Proteinen auf der Oberfläche von Prostatakrebszellen passen, schreibt die „Welt“.
 
„Wir dachten, wir gucken mal, was passiert, wenn wir die Nanomaschinen an die Zelle binden und dann anschalten“, sagte James Tour, der Leiter der Forschungsgruppe. Anscheinend hat es gut funktioniert.

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