Leben
Skandal: Coronavirus im Labor gezüchtet?
15.04.2020

Nach einer gefühlten Ewigkeit der auferlegten Isolation steht Deutschland laut Einschätzung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nun bald vor einer schrittweisen Lockerung der Auflagen. Zu dieser Einschätzung kam der Gesundheitsminister nachdem er sich am Uni-Klinikum in Gießen über die Situation im Gesundheitswesen informiert habe.

Jedoch gibt es immer lauter werdende Zweifel an der öffentlichen Darstellung, dass das Virus von einem chinesischen Tiermarkt aus seinen Weg in den menschlichen Kreislauf gefunden habe.
Viele Menschen glauben nach wie vor an eine "Laborvariante" des tückischen erregers.
Auch die Stabschefs der amerikanischen Armee kann dies immer noch nicht 100% tig ausschließen.
Könnte das Coronavirus also doch eine Biowaffe sein? 

Die Laborhypothese kam etwa fast zeitgleich mit dem Auftauchen des Erregers auf.
Es geht die Theorie, das neuartige Coronavirus sei gar nicht natürlichen Ursprungs, sondern menschengemacht. Ein Erreger zur hybriden Kriegsführung- eine Art von Biowaffe

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US Stabschefs bleiben weiter kritisch

US-Generalstabschef Mark Milley stellte dabei erneut die Frage nach dem Ursprung. Er schloss dabei ausdrücklich nicht aus, dass das Virus aus einem chinesischen Labor stammt. 
„Wir haben viele Geheimdienste gehabt, die sich das genau angesehen haben“, sagte Milley bei einer Pressekonferenz mit US-Verteidigungsminister Mark Esper. „Ich würde an dieser Stelle einfach sagen: Es ist nicht eindeutig.“ Das Gewicht der Beweise gehe zwar in Richtung eines natürlichen Ursprungs. „Aber wir wissen es nicht genau.“

Das Coronavirus sei ein Labor-Produkt, dies glaubt einer Umfrage zufolge fast jeder dritte US-Amerikaner – ein Großteil davon meint sogar, der Erreger sei absichtlich gezüchtet worden.
Und tatsächlich fehlen bis heute abschließende Erkenntnisse und eindeutige Beweise, wie sich der Mensch ursprünglich genau mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben könnte. 

Zunächst war schnell klar, dass es sich bei dem Erreger um ein Typ aus der seit Jahrzehnten bekannten Gruppe der Coronaviren handele. Dabei ist ebenfalls bekannt dass diese hochvariablen Viren zwischen Tieren und vom Tier auf den Menschen überspringen können.

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Schwedische Forscher sind aber von natürlichem Ursprung überzeugt

Es wird jedoch weiter der Frage nach einem künstlichen Ursprung nachgegangen. 
Mitte März veröffentlichten Forscher um den schwedischen Mikrobiologie-Professor Kristian Andersen ihre Analyse der Corona-Familie. Darin ging das Team gezielt der Frage nach, ob das Virus künstlich hergestellt worden sein könnte.

Dazu untersuchten sie die Spike-Proteine, die aus der Virus-Oberfläche herausragen. Diese Stacheln nutzt der Erreger, um an eine Wirtszelle in Lunge oder Rachen anzudocken und in sie einzudringen. Die Untersuchung zeigt dabei insbesondere zwei wichtige Unterschiede zwischen Sars-CoV-2 und seinen Verwandten: Vereinfacht gesprochen hat das Protein einen abweichenden Aufbau und eine andere Zusammensetzung seiner Aminosäuren.

Die Forscher betonen, das neue Virus könne zwar, aufgrund seines Aufbaus besonders leicht menschliche Zellen befallen. Allerdings sei das Ganze nicht so optimal (von Mutter Natur) gestaltet worden, wie man es von einer künstlich hergestellten Biowaffe erwarten würde. 
Diese Unperfektheit genügt den Forschern nun für ihr Statement.
„Dies ist ein starker Beweis dafür, dass Sars-CoV-2 nicht das Produkt einer gezielten Manipulation ist“, heißt es in der Analyse.
Und überhaupt, heisst es in dem Bericht.. Es ist ja gar nicht nachvollziehbar, warum man Sars-CoV-2 aus einem bislang für Menschen harmlosen Virus entwickelt haben sollte und nicht aus lange bekannten gefährlichen Corona-Verwandten wie Mers oder Sars. Aus dieser dünnen "Begründung" halten die Forscher ein Labor-Szenariofür nicht plausibel.

Für die Schweden steht also eines fest. Es kommt nur eine natürliche Übertragung auf den Menschen in Frage:  Entweder könnte das Virus direkt von Fledermäusen übergesprungen sein oder einen tierischen Zwischenwirt genutzt haben. Noch unklar ist aber, ob Sars-CoV-2 schon davor so mutierte, dass es leichter an menschliche Zellen andockt – oder erst später, als es womöglich bereits unerkannt unter den Menschen zirkulierte.

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Deadly Pathogens, Kristian Andersen, PhD

Auch aus Berlin wurde schon sehr früh klar, was man glauben wird.  


Charitee- Virologe Christian Drosten und mehr als zwei Dutzend weitere von der Charitee bezahlte Forscher und Wissenschaftlerinnen lehnen in einem Artikel von bereits Anfang März die Theorie des Labor-Ursprungs strikt ab.

Chinas Behörden sehen es als wahrscheinlich an, dass die Virenverbreitung von dem Verkauf der Wildtiere auf dem Huannan-Markt in der als erstes betroffenen Millionen-Metropole Wuhan ausgegangen ist. Viele der ersten Fälle der Infektionen wurden auf diesen Markt zurückgeführt. Eine weitere Studie chinesischer Wissenschaftler hält es allerdings für möglich, dass der Markt nicht die originäre Quelle war, sondern das Virus von anderswo dorthin geschleppt worden ist.

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