Leben
Beängstigende Statistik: Daran sterben viele Menschen im Haushalt
17.06.2019

Die Zahl der tödlichen Unfälle im Haushalt steigt. Durch Stürze, Stromschläge und Brände sterben fast dreimal so viele Menschen wie im Straßenverkehr.
 
Zu Hause ist es ja bekanntlich am schönsten – aber auch am gefährlichsten, wie die jüngste Statistik belegt. Im Jahr 2015 starben demnach 9815 Menschen bei Unfällen in Wohnungen und Häusern. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Todesfälle um 800. Damit ist die Wahrscheinlichkeit in den eigenen vier Wänden umzukommen, drei Mal höher als im Straßenverkehr, wo im gleichen Zeitraum 3459 Menschen ums Leben kamen.
 
Seit 2007 steigt die Zahl der tödlichen Hausunfälle – „und sie wird mit großer Sicherheit weiter steigen“, wie Susanne Wölk erklärt, Geschäftsführerin des Vereins „Das sichere Haus“. Mehr als 80 Prozent der Todesfälle gehen auf Stürze zurück, etwa beim Fensterputzen. Vor allem ältere Menschen seien durch Stürze gefährdet, da die Verletzungen gravierender verlaufen als bei jungen Menschen. Doch auch Brände, Ersticken, Stromschläge und Vergiftungen gehören zu den tödlichen Gefahren im Haushalt. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts kommt es zu etwa 3,15 Millionen Verletzungen durch Hausunfälle im Jahr.
 
Das belastet die Volkswirtschaft jährlich mit Milliardenkosten.