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AfD: Ministerpräsident in Brandenburg kommt?
12.06.2019

Nach der aktuellen Sonntagsfrage würde die AfD in Brandenburg stärkste Partei werden, die Grünen haben jedoch aufgeholt, in anderen ostdeutschen Ländern sieht es aber noch anders ausDie Voraussagen scheinen sich zu bestätigen. In den anstehenden Wahlen in den ostdeutschen Ländern sich die AFD weiter steigern können. In Brandenburg, wo gleichzeitig wie in Sachsen die Landtagswahl am 1. September stattfindet, hat die bestehende rot-rote Koalition keine Chance mehr.

Die SPD wird nach dem aktuellen BrandenburgTrend durchgereicht, und verliert 4 Prozentpunkte gegenüber der letzten Umfrage im April. Ebenfalls büßt die Linke 2 Prozentpunkte ein und käme damit nur noch auf 14 Prozent. Gegenüber der letzten Landtagswahl wird hier das Debakel ziemlich deutlich. Im Jahre 2014 konnte die SPD noch ganze 31,9 Prozent und die Linke 18,6 Prozent erzielen.

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Die CDU verliert ebenso 3 Prozentpunkte und bleibt mit 17 Prozent weiter hinter der SPD. Der Trend zeigt auch hier ganz klar den Verlust der Wählergunst. Bei der letzten Landtagswahl wählten noch 23 Prozent die schwarze „Volkspartei“. Dagegen wird der Trend auch in Thüringen klar, dass die große politische Unterscheidung derzeit zwischen den Grünen und der AfD liegt und die Menschen sich auch in Ostdeutschland danach orientieren.

Die AfD punktet bei ihren Kernthemen, der Asyl- und Flüchtlingspolitik sowie bei der Kriminalitätsbekämpfung. 

Nach der aktuellen Sonntagsfrage würde in Brandenburg die AfD mit 21 Prozent, also 2 Prozentpunkte mehr als im April erreichen, damit hätte sie sich also gegenüber der Landtagswahl 2014 fast verdoppelt.
Die Grünen legen seit April um ca. 5 Prozentpunkte zu (knapp eine Verdreifachung des Ergebnisses der Landtagswahl 2014) und holen damit die CDU ein, wobei sie napp hinter der SPD liegen, die sie wahrscheinlich noch überholen werden. 

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Der politische Konflikt wird also zwischen beiden jüngeren Parteien ausgetragen, zwischen der grenzenlos linken Zuwanderungsoffenen, liberalen, auf Klima- und Umweltschutz setzenden Grünen, und der konservativen, zuwanderungskritischen, an geschlechtlichen Unterschieden festhaltenden "Alternative für Deutschland„. 
Es ist eine Art "Kampf der Kulturen", der das Potential dazu hat entweder die Bedeutung der traditionell Linken oder konservativen Parteien einzudampfen, sofern er über die östlichen Bundesländer hinaus auch im Rest Deutschlands einzieht.

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In den übrigen ostdeutschen Ländern herrscht noch der klassische Kampf zwischen CDU, der Linken und der SPD gemeinsam gegen die AfD, die Grünen sind hier noch zu weit abgeschlagen um ernsthaft wahrgenommen zu werden. Die Frage ist, ob Brandenburg nur eine Ausnahme ist und sich eine kulturelle Kluft zwischen dem Westen und dem Osten, also den Grünen und der AfD, verstärkt. In den Monaten bis zur Wahl kann sich noch viel verändern, zumal die Parteibindung in den östlichen Bundesländern geringer und die Wechselbereitschaft höher geworden ist.

In Sachsen konnten die Grünen sich noch nicht festsetzen. Hier sind Umfragen zufolge die Grünen gar zurückgefallen und kommen auf ca 9 Prozent, während die AfD ebenso wie die CDU zulegt und weiterhin mit knapp 24 Prozent auf dem zweiten Platz knapp hinter den Schwarzen kommt. Die SPD fristet ihr Dasein bei etwa 10 Prozent, die Linke steht bei 16 Prozent.