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Clan Familien regieren Berlin- Was tut unsere Justiz?
08.04.2019

Nachdem am Sonntag Abend bei einer von „Spiegel TV“ ausgestrahlten Dokumentation das Problem der organisierten Clan-Kriminalität kurdischer und libanesischer Großfamilien im Bewusstsein vieler Bundesbürger wieder in den Fokus gerückt ist, wurden nun Stimmen aus dem Bund deutscher Kriminalbeamter (BDK) laut, die einer weitere Verhärtung der Gangart fordern.​ Ungefähr 75 kriminelle Familien- Clans stellen in Berlin und Nordrhein-Westfalen eine nicht von der Hand zu weisende Bedrohung da.

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter fordert in einem Positionspapier ein härteres Durchgreifen der Behörden, notfalls müssen die Kinder aus kriminellen Großfamilien herausgenommen werden. Es müsse geprüft werden, ob Jugendämter und Familiengerichte das Recht dazu hätten, betroffene Kinder in Obhut zu nehmen und außerhalb des Einflussbereichs ihres Clans unterzubringen, so der BDK in einem Statement.

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Außerdem müsse der Verfassungsschutz stärker einbezogen werden.
Hier sollen die betroffenen Bundesländer dem Beispiel von Bayern oder Hessen folgen, wo laut Bericht der „Welt“ die Verfassungsschutzämter bereits bei der Beobachtung und Bekämpfung von organisierter Kriminalität helfen.

Erneut Großrazzien im berliner Clan-Milieu

"Die rechtliche Verpflichtung der meisten Inlandsnachrichtendienste, bei Gefahren durch organisierte Kriminalität die Augen und Ohren zu verschließen, ist abwegig, künstlich konstruiert und nicht zu rechtfertigen", wird dazu  der BDK-Chef Sebastian Fiedler zitiert. 

Notwendig seien eine "Null-Toleranz-Politik" und eine "Strategie der permanenten Nadelstiche. Beispielsweise durch die hohe Summe an Verurteilungen sowie die massive Ahndung bereits kleinerer Vergehen wie dem Fahren ohne Führerschein.