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Frontex: Drohnen‐Aufnahmen zeigen Fischdampfer bei Schlepper Aktion
25.06.2019

Vor zwei Tagen veröffentlichte die Europäische Grenz‐ und Küstenwache Frontex auf ihrem offiziellen Twitter‐Account ein Drohnen‐Video, das einen Fischdampfer zeigte, der ein leeres Holzboot hinter sich her zog. Mitarbeiter zeigten sich verwundert über das etwas seltsam anmutende Gespann. Parallel wurde das Schiff bereits von „Frontex“ Drohnen erspäht und überwacht. Die Vermutungen der Grenzschutz Experten sollten sich kurze Zeit später bestätigen. Unter Deck des Fischdampfers befanden sich rund 80 migrationswillige Menschen auf dem Weg nach Europa. Das Video der Drohne zeigt, wie diese kurzerhand den sicheren Rumpf des Schiffes verlassen mussten, und danach auf das zuvor noch leere Holzboot gequetscht werden. Nicht alle der 80 „Ausgesetzten“ kamen dabei in den Genuss einer helfenden Rettungsweste.
Nachdem die gesamte Gruppe auf das Boot geladen war, wurden die Leinen gekappt!

Frontex filmt Schlepper - Defend Europe hatte recht!

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Laut „Frontex“ zeigt diese Aktion ein sog. „Mutterschiff”, das von Kriminellen genutzt werde, um große Gruppen von Migranten über das Meer zu bringen. Die italienischen, sowie maltesische Behörden wurden über die illegale Aktion informiert und konnten das Boot daraufhin aufbringen und sieben mutmaßliche Schlepper festnehmen.
Das „Mutterschiff” ist ebenfalls beschlagnahmt worden.

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Wie Frontex auf Twitter schreibt, kommen die meisten Migranten, die sich auf dem Boot befanden, aus Bangladesch, Libyen und Marokko. Dazu die kurze geografische Info- Bangladesh liegt nicht in Nordafrika.

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Europäische Grenz‐ und Küstenwache Frontex

Unterdessen operieren auch deutsche NGO´s (Nichtregierungsorganisation) wie die „Seawatch“ weiterhin im Mittelmeer.
Trotz Salvinis Politik der „geschlossenen Häfen” ist sie mit niederländischer Flagge in internationalen Gewässern vor Lampedusa unterwegs und nimmt weiter Migranten auf. Sollte das NGO‐Schiff einen italienischen Hafen erreichen, drohen die Konfiszierung und eine Geldstrafe von 50.000 Euro. Aktuell versucht man von Italien die Aufnahme von 42 Migranten, die sich auf der „Sea‐Watch 3” befinden, zu bewirken. Dafür wendete sich die Organisation sogar an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Der EGMR kann Italien auffordern, „dringende Maßnahmen” zu ergreifen, um „gravierende Menschenrechtsverletzungen” zu verhindern.