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No BREXIT rückt deshalb immer näher
11.04.2019

Morgen hätte es soweit sein sollen, doch der No-Deal Brexit am 12 April ist nun endgültig vom Tisch.
Die Briten mit ihrer Premierministerin Theresa May bekommen eine 7 monatige Brexit-Verlängerung- allerdings mit flexibelen Austrittszeiten. Was bedeutet, sofern es in Großbritannien eine Einigung gibt, können sie die EU auch bereits früher verlassen. An Halloween, dem 31. Oktober ist der neue Stichtag für den Briten, was bereits dritte Fristsetzung nach dem 29. März und dem 12. April bedeutet.

«Um gerade auch den britischen Entscheidungsmöglichkeiten Raum zu geben, ist es eine gute Entscheidung, die wir heute getroffen haben», sagte zum Beispiel Bundeskanzlerin Angela Merkel. 
Es gehe darum, dass das drei Mal vom britischen Parlament abgelehnte Austrittsabkommen irgendwann doch angenommen werde. «Da kommt es auf den Tag aus unserer Sicht auch nicht an.»

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Die Einigung von Brüssel ist ein klassischer EU-Kompromiss: Während May den 30. Juni als Austrittsdatum vorschlug, tendierte EU-Ratspräsident Donald Tusk zu März 2020, dann war noch der 31. Dezember im Spiel. 
Am Ende landete man irgendwo in der Nähe der Mitte.

Für Merkel war letztlich nur wichtig, einen geordneten Brexits allen anderen Interessen unterzuordnen. 
Macron ließ die Option des Chaos-Brexits ohne Rücksicht auf Verluste bis zuletzt auf dem Tisch - und verspielte damit einige Sympathien für Frankreich in der abendlichen Runde. 

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Resultat also Vorerst: Ungeordneter Breit erneut abgewendet - damit verbundene wirtschaftliche Unabwägbarkeiten vorerst nach hinten geschoben. Keine Zollkontrollen und Megastaus am Ärmelkanal
Kein Abriss von Lieferketten in der Industrie, keine Milliardenlasten auch für die deutsche Wirtschaft und die Steuerzahler.