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Wann und wohin wird Assange ausgeliefert?

Aus Reykjavík meldete sich WikiLeaks-Chefredakteur Kristinn Hrafnsson. Per Live-Chat betonte er, dass es für die erneuten Ermittlungen gegen Julian Assange wegen angeblicher Vergewaltigung nur politische Gründe gibt. „ Die Behandlung der Angelegenheit durch die schwedischen Behörden wurde vom Ausschuss der Vereinigten Nationen heftig kritisiert. Und es ist sehr schwer zu glauben, dass er die Möglichkeit zu einem fairen Prozess in Schweden, im Vereinigten Königreich oder in den Vereinigten Staaten hat“, sagte Hrafnsson.
 
Sollte Assange nach Schweden ausgeliefert werden, werden die Behörden unter Druck gesetzt, um ihn weiter nach Vereinigte Staaten auszuliefern. „Wir kämpfen hier am Ende gegen eine Anklage und eine Strafverfolgung vor einer geheimen Jury in den Vereinigten Staaten für die Veröffentlichung wahrheitsgemäßer Informationen. Das ist der Kern der Sache“, erklärte der schwedische Journalist.