Politik
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69 Frauen fielen Perversität dieses Zahnarztes zum Opfer
22.08.2019

Eine Sonderermittlungsgruppe suchte eigentlich nach den Besitzern von Kinderpornographie im Internet, fand aber etwas, was von der Perversität nicht zu überbieten ist. Ein Kölner Zahnarzt vergnügte sich jahrelang daran, dass er seine Nachbarinnen heimlich filmte: die 69 Frauen bekamen nichts davon mit.

 

Bei der Wohnungsdurchsuchung fand die Polizei eine spezielle Ausrüstung, die dem Zahnarzt das Filmen von den Frauen im eigenen Haus und im Gebäude gegenüber ermöglichte. Mit Hilfe eines Spiegels und Videokameras konnte der 40-Jährige aus dem Fenster seiner Wohnung Frauen beim Sex, Duschen und Umziehen aufnehmen. Das bloße Filmen war es dem perversen Arzt offensichtlich nicht genug. Er schlich sich in die Wohnungen von Frauen ein, bohrte Löcher in die Wände und installierte Kameras. Auch mit dem in den Schlafzimmern gefundenen Sexspielzeugen machte er eigene Aufnahmen.

 

Ordentlich speicherte der Mediziner die Videos und gab den Filmen ebenso perverse Titel: “Knackarsch“, “Schamhügel“, “Quarkbeutel“, “Stute“ sind die harmlosesten Beispiele davon. Die vollkommen geschockten Beamten haben drei Tage für das Speichern des Videomaterials gebraucht. Der Fall landete schließlich vor Gericht. „Ich schäme mich zutiefst. Meine Sexualität hat sich nur auf den Voyeurismus beschränkt,“ sagte der 40-Jährige. In einer Beziehung sei der Zahnarzt noch nie gewesen. Das beeindruckte das Gericht nicht und der Angeklagte wurde zu einer Strafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt: “Sie haben den Opfern enormen Schaden zugefügt und unglaubliche Male Grenzen überschritten“, lautete die Begründung.

 

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