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Alles nur Schrott? Zwei Drittel der nagelneuen Bundeswehr-Panzer untauglich
31.10.2018

Das Bundesverteidigungsministerium zahlt Milliarden Euro an Rüstungskonzerne, die wiederum die Bundeswehr mit der nagelneuen Militärtechnik ausrüsten sollen. Auf dem Papier sieht alles einwandfrei aus. In Wirklichkeit ist nur ein Drittel der geleiferten Schwertechnik einsatzbereit.
 
Auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Matthias Höhn musste das Verteidigungsministerium zugeben, dass von ca. 100 im Jahr 2017 an die Bundeswehr ausgelieferten Großgeräten sind ca. 40 nicht defekt. Von den 71 nagelneuen Puma-Panzern sind 27 einsatzbereit. Von sieben „Tiger“-Kampfhubschraubern sind nur zwei einsatzbereit. Obwohl diese Zahlen skandalös sind, will das Bundesministerium die gravierenden Missstände verharmlosen. Die Qualität bei Auslieferung sei „weiterhin steigerungsfähig“ – heißt es in der Mitteilung des Ministeriums.
 
Höhn sieht die Situation ganz anders. „Es ist nicht hinnehmbar, wenn der Industrie Material abgenommen und dafür bezahlt wird, dieses aber nicht funktioniert“, kommentierte der Politiker und fügte hinzu: „Es ist ein Skandal, wenn Frau von der Leyen diesen milliardenteuren Pfusch der Rüstungsindustrie auf Kosten der Steuerzahler zulässt.“
 

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