Politik
Foto: Shutterstock.com
Arzt packt aus: Flüchtlinge sind Medizintouristen?
14.05.2018

Ein Arzt aus Bayern berichtete, warum er nun keine Flüchtlinge behandeln will. Seiner Erfahrung nach, seien mindestens die Hälfte von denen „Medizintouristen“, berichtet die HuffPost unter Berufung auf sein Interview mit der „Zeit“. In diesem Interview erzählte er von seinem Berufsalltag. Dabei bezeichnete er die Menschen, die in seiner Behandlung waren als „frech und fordernd“. Sie kämen extra nach Deutschland, um eine kostenlose Behandlung zu bekommen. “Die Leute wissen, wie schleppend die Verfahren hier laufen. Und sie glauben, sich in der Zwischenzeit von deutschen Spezialisten behandeln lassen zu können”, zitiert die Zeitung seine Worte. Einige davon wollten Massagen gegen Muskelkater oder teuere Zahn-Operationen haben. „Da kommen jetzt Leute, die wollen Viagra“, schilderte der Arzt, der seinen Vertrag nicht verlängern will, weiter. Dabei sagen die meisten nicht einmal „Danke“ für die Behandlung.
 
Dabei muss man aber unterscheiden, - bei der Flüchtlingswelle 2015 seien Menschen wirklich hilfsbedürftig gewesen, es geht um Kriegsopfer aus Syrien und dem Irak.
 
“Ich habe natürlich von den Vorfällen gehört. Und wenn das stimmt, was ich nicht im Einzelfall prüfen kann, ist die Kritik des Arztes natürlich gerechtfertigt. Unser Staat kann nicht alles zahlen”, kommentierte Landrat Christian Bernreiter von der CSU.

Tweet