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Bundestagsmitarbeiter werden zum Umgang mit der AfD geschult?
06.03.2019

Nach dem Einzug der AfD hat sich die Atmosphäre im Bundestag deutlich verschlechtert. Es kommt oft zu Pöbeleien und sogar drohenden Gesten gegenüber den Mitarbeitern von SPD-, Grünen- und Linkenabgeordneten. Deshalb plant die Bundestagsverwaltung, eine verschärfte Sicherheitskontrolle am Einlass einzuführen.
 
Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) hat „durchaus Verständnis für die wachsende Besorgnis in der Belegschaft, die mir von hasserfüllten Mails und Drohanrufen berichten“, wie sie dem SPIEGEL berichtete. Manche Mitarbeiter pflegen offensichtliche Beziehungen zur rechtsextremen Szene, deshalb sollen einige Sicherheitsbestimmungen überdacht werden.
 
Momentan ist die Mitnahme von Waffen in den Bundestag nicht ausdrücklich verboten. Zum Beispiel kann ein Messer mit einer Klinge von bis zu zwölf Zentimetern durchaus mitgenommen werden. Angesichts der aktiv werdenden rechten Akteure möchte die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion Bärbel Bas eine Schulung der Mitarbeiter zum Umgang mit dem Thema veranlassen. „Dass Mitarbeiter unserer Abgeordneten andere bedrohen und bepöbeln, scheint mir völlig an den Haaren herbeigezogen“, erwiderte der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD Bernd Baumann.

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