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CDU-Korruptionsskandal: AKK gerät in Bedrängnis
08.04.2019

Das Saarland schneidet im bundesweiten Vergleich immer wieder schlecht ab. Beim Wirtschaftswachstum steht das Bundesland auf dem letzten Platz, bei den Wohnungseinbrüchen und der Kinderarmut hat das Saarland aber die Nase vorn. Nun ereignet sich ein Finanzskandal um den Ex-Landtagspräsidenten und engen Vertrauten der CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer. 

 

Der ehemalige Landtagspräsident Klaus Meiser (CDU) hat laut dem Gerichtsurteil eine „hohe kriminelle Energie“ erwiesen. Das geht auch aus seinem politischen Werdegang hervor. Schon im Jahr 2000 wurde Meiser als Innenminister und Vizepräsident des 1. FC Saarbrücken in einer Person in ein illegales Sponsorengeschäft verwickelt und trat nach dem Urteil vom Amt zurück. Das war offensichtlich nur eine Probe, denn er übernahm erneut das Amt des Innenministers und wurde schließlich zum Landtagspräsidenten ernannt. Und dann lass Klaus Meiser es richtig krachen. 

 

Nach dem erprobten Muster übernahm er die LSVS-Präsidentschaft und bediente sich aus der Kasse des Vereins, um seine private Restaurantbesuche zu finanzieren. Seiner Lebensgefährtin verschaffte Meiser eine imaginäre Arbeitsstelle beim Verein und zahlte für Nichtstun ein Gehalt, das die Schäden in Höhe von 30.000 Euro verursacht hat. Schließlich hat ihn die auf die Kosten des LSVS organisierte Geburtstagsparty von CDU-Parteifreund Klaus Bouillon zum Fall gebracht. Eine interne Bilanzüberprüfung des Vereins zeigte, dass Meiser LSVS um rund 55.147,02 Euro geprellt hat. Offensichtlich entzog sich der Dachverband jahrelang der Regierungskontrolle. Als Innenministerin führte auch Annegret Kramp-Karrenbauer die Rechtsaufsicht über den LSVS. Es ist inzwischen ausgeschlossen, dass die Lotterwirtschaft erst unter Klaus Meiser begann. Bis jetzt wies Kramp-Karrenbauer w jegliche Verantwortung von sich zurück.

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