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CDU-Mann vergleicht Seenotretter mit Taxifahrern und sorgt für Empörung
06.11.2019

Mit einem Beitrag zur Seenotrettung auf dem Portal Xing hat Berlins CDU-Landesvorsitzender Kai Wegner in den sozialen Medien einen Shitstorm gegen sich ausgelöst. „Die Taxidienste der Seenotretter ermutigen zum Fluchtversuch. Wir müssen handeln, damit Europa nicht überfordert wird“, schrieb der CDU-Mann und erzürnte mit diesem Text das liberale Establishment. Der Grünen-Abgeordnete Benedikt Lux forderte sogar seinen Rücktritt.
 
„Wer Menschen aus echter oder inszenierter Seenot aufnimmt, um sie nach Europa zu transferieren, macht sich moralisch mitschuldig am Tode unzähliger Menschen, die erst aufgrund der Taxidienste der sogenannten Seenotretter dazu ermutigt werden, die Einwanderung über das Mittelmeer zu versuchen. Wir dürfen die europäische Einwanderungspolitik nicht kriminellen Menschenschmugglern und den Taxidiensten sogenannter Seenotretter überlassen", legte Wegner seine Position dar. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass diese Position mit zahlreichen Fakten bestätigt wird. Im Unterschied zu reinen Emotionen der „Gutmenschen“.
 
Der italienische Ex-Innenminister Matteo Salvini bewies in der Talkshow „Quarta Repubblica“ (Vierte Republik), dass sich Migranten nicht ohne feste Überzeugung, im Mittelmeer gerettet zu werden, auf den Weg nach Europa machen. Es gibt eine Abmachung zwischen den Schleppern und den Nichtregierungsorganisationen (NGO). Sogar der Preis für einen Überfahrt ist längst bekannt. In der Talkshow wurde ein kurzes Video präsentiert, in dem Migranten am Bord eines Schlepperboots, die vor ihrer Rettung die Reise mit Rufen und Musik untermalen oder zu Hause anriefen, dass sie bald in Europa seien. Und das zeigt ein ganz anderes Bild, als das, was man im deutschen Fernsehen zu sehen bekommt. 

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