Politik
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Chemnitz: Die verlorene Stadt
07.10.2019

Ein Jahr ist vorbei, als Daniel Hillig von einem Kurden in Chemnitz totgeschlagen wurde. Seitdem ist der Name der sächsischen Stadt zu einem Symbol der gesellschaftlichen Spaltung geworden. Der Täter Alaa S. büßt die Strafe im Gefängnis ab. Seine zahlreichen Anhänger aus der seit 1993 verbotenen „Arbeiterpartei Kurdistans“ werden aber immer stärker. Über 14.000 „Kämpfer“ hat die PKK in Deutschland, so der Verfassungsschutz. Außenpolitisch zielt die Kampforganisation darauf ab, einen kurdischen Staat an der Grenze zwischen der Türkei und Syrien zu gründen. Da dieses Ziel utopisch ist, kommen die Kämpfer in Deutschland ans schnelle Geld durch Schutzgelderpressung, Drogengeschäfte, Raub und weitere schwere Verbrechen. Die vermeintlichen „Hetz-Jagden“ der Rechtsradikale hatten eigentlich nur ein Opfer, nämlich den Ex-Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen, der den Mut hatte, an Hetz-Jagden zu zweifeln.
 
„Konkret heißt das, dass immer nur herausgepickt wurde, was die Welt sehen sollte, dass gelogen wurde ohne Ende, dass das linke Extrem komplett unter den Tisch gefallen ist“, beschwert sich Daniels Witwe über die deutsche Berichtserstattung. Sie versteht auch nicht, warum Mainstream-Medien sich nicht auf ein wirkliches und drängendes Problem der Stadt Chemnitz konzentrieren wollen: Offiziell gibt es 29 Plätze und Straßen in Chemnitz, die als „gefährliche Orte“ gelten. Die Nr. 18 ist übrigens der Stadthallenpark, wo Daniel getötet wurde: „Seit 2015 Kriminalitätsschwerpunkt. Gefährliche Körperverletzungen, Raubdelikte, Drogen-Depots, Kinder und Jugendliche konsumieren Drogen und Alkohol“, so klingt die kurze polizeiliche Beschreibung des Ortes.
 
In dieser Hinsicht ist es nicht zufällig, dass ausgerechnet an diesem Ort noch weitere Gewalttaten begangen wurden. Es hätte auch zu einem Totschlag an einen Deutschrussen kommen können. Er wurde aber von einem Passanten rechtzeitig gerettet. Bei allen diesen Fällen handelt es sich um die kriminellen Taten der kurdischen Gangs. Die Medien, die Polizei und die Politiker ziehen aber an einem Strang: Die Verbrechen werden vertuscht oder verharmlost, damit kein „Muster“ sichtbar wird. Es geht nur noch um Einzelfälle - das Regierungsmantra darf auf keinen Fall angezweifelt werden.

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