Politik
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Corona-Krise entlarvte das Märchen vom schmutzigen Diesel
20.04.2020

Im vergangenen Jahr war das Dieselfahrverbot das Streitthema schlecht hin gewesen. Die Verkehrsreduzierung und Umweltspuren sollten in den Großstädten für die saubere Luft sorgen. Es gab Befürworter und Kritiker, doch die Corona-Krise hat endlich die Klarheit verschafft: Trotz der Reduzierung des Verkehrs wegen der Corona-Verordnungen bleiben die Stickstoffdioxidwerte hoch.

 

Wie das Nachrichtenmagazin FOCUS berichtete, stiegen die CO2- Werte nach einer kurzen Senkung wegen des Shutdowns in Stuttgart und München wieder an. Im April wurden sie sogar trotz Lockdown überschritten. Zum Stichtag am 9. April lag die CO2-Belastung laut Umweltbundesamt (UBA) am Neckartor mit 60 und an der Landshuter Allee mit 90 Mikrogramm knapp sechs- beziehungsweise dreimal so hoch wie an einem windigen Tag im Februar. 

 

Laut DBA wirken außer Verkehrsaufkommen auch Wind, Temperaturen und Niederschlag auf die Messwerte aus. Nichtsdestotrotz steht nun das Umweltministerium in Erklärungsnot. „Das Thema Diesel-Fahrverbote ist aus meiner Sicht damit endgültig vom Tisch. Warum die Stickoxid-Werte trotz rapidem Verkehrsrückgang nicht sinken, wirft Fragen auf, die die zuständigen Umweltbehörden klären müssen“, sagte der parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister, Steffen Bilger (CDU).

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