Politik
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Datenklau: EU muss eingreifen
09.01.2019

Der größte Datenklau bei Politikern in der Geschichte der Bundesrepublik schlägt hohe Wellen. Dass ein einzelner Schüler so leicht den Zugriff auf die sensibelsten Daten des Staates bekommen konnte, ist mehr als alarmierend. Es geht nicht nur um die nationale Sicherheit Deutschlands, es geht um die gravierenden Sicherheitslücken für die EU insgesamt. Von daher will sich jetzt auch die EU-Kommission einschalten, um eine noch tiefere Zusammenarbeit der EU-Länder in Sachen Cyberkriminalität und Datenschutz zu initiieren.
 
„Die Bearbeitung von individuellen Vorfällen liegt natürlich in der Verantwortlichkeit der nationalen Regierungen, und die deutschen Behörden scheinen tatsächlich schnelle Fortschritte bei ihren Untersuchungen zu machen. Aber der erfolgreiche Kampf gegen solche Bedrohungen als Ganzes kann nicht von einem einzelnen Land alleine geführt werden - die EU bietet in dieser Hinsicht einen echten Mehrwert“, sagte der zuständige EU-Sicherheitskommissar Julian King.
 
Die Cyber-Täter hinterlassen oft Spuren ihrer kriminellen Tätigkeit in IT-Systemen anderer Länder. Von daher ist ein „schneller und effizienter Zugang zu elektronischen Beweismitteln in anderen Rechtssystemen“ notwendig, so King. Eine akute Gefahr für die EU sieht der EU-Sicherheitskommissar in einer möglichen Manipulation der Wahlen in den EU-Ländern. Schutz der Wahlen vor Cyber-Attacken ist die primäre Aufgabe, die Brüssel erledigen soll.
 
 

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