Politik
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Der nukleare Weihnachtsgruß von Trump an die Welt
27.12.2016

„Make Amerika great again“ (zu Deutsch: Amerika wieder groß machen") war der Slogan des Wahlkampfs von Donald Trump. Eigentlich hat er beteuert, dass er sich als neu gewählter US-Präsident den internen Problemen des Landes widmen will. Die Arbeitslosigkeit der amerikanischen Bürger sei für ihn wichtiger als die Krimfrage oder die Legitimität von Assad. Der Slogan wurde dementsprechend mit der Lösung der innenpolitischen Probleme in Verbindung gebracht. Nun proklamiert der offiziell gewählte US-Präsident das Ziel, das mit den internen Problemen des Landes nichts zu tun hat. Die USA müssen ihr Nuklearpotenzial erweitern, erklärt Trump auf Twitter.

„Die Vereinigten Staaten müssen die nukleare Kapazität deutlich stärken und ausbauen bis zu der Zeit, dass die Welt hinsichtlich Atombomben wieder zur Vernunft kommt“, schreibt Trump. Die Prioritäten der Verteidigungspolitik des neu gewählten US-Präsidenten sind auf die folgenden Ankerpunkte gerichtet: die Herausarbeitung einer Strategie zur Bekämpfung der Terrormiliz „Islamischer Staat“, die Aufhebung der Budgetbeschränkungen für die Rüstungsausgaben und die Neuausrichtung der Strategie der Cyber-Sicherheit. 

Es ist offensichtlich, dass der Ausbau des Atomwaffenarsenals mit den niedergelegten Punkten der Verteidigungspolitik nicht im Einklang steht. Er will doch nicht mit den Atomwaffen gegen die Terroristen kämpfen. Außerdem sind die USA durch internationale Abkommen veprflichtet, das bereits überdimensionierte US-Nukleararsenal zu reduzieren. Wenn Trump diese Abkommen aufzukündigen plant, führt dieser Schritt unvermeidlich zur Verschärfung des weltweiten atomaren Wettrüstens und konsequenterweise zur Erhöhung der Gefahr eines Atomkriegs.

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