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Desertiert in die USA: Iran ersetzt den Führer der Revolutionswächter
25.04.2019

Laut einem Online-Bericht ist ein hochrangiger Militäroffizier der elitären islamischen Revolutionsgarden in ein bisher nicht genanntes Land am Persischen Golf geflohen, um dort bei der US-Botschaft um Asyl zu bitten.
Das Nachrichtenportal Iran Commentary berichtet, dass Briggarde Gen. Ali Nasiri - früher der Chef der iranischen Spionageabwehr wichtige Dokumente, die für die Ausschaltung der Elitetruppe der Islamischen Republik von entscheidender Bedeutung sein könnten an die Amerikaner übergeben haben könnte.

„Quellen sagen übereinstimmend aus, dass der Brigade General sich zwei Tage lang geweigert haben soll zur Arbeit zu erscheinen. Eine weitere Untersuchung ergab, dass er desertiert und aus dem Land geflohen ist.
Alles deutet darauf hin, dass Nasiri im Besitz einer großen Menge von Dokumenten ist, die die Auslandsreisen von hochrangigen Kommandanten der Revolutionsgarde, Geheimdienstmitarbeitern und operativen Einheiten ins Ausland dokumentieren, alles unter dem Schutz von diplomatischer Immunität.“

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Laut eines Berichtes von Dienstag, fand die Flucht Nasiris letzte Woche statt und hat zu einer Umstrukturierung innerhalb des iranischen Geheimdienstapparats geführt, bei welcher der Führer der Revolutionswächter durch einen neuen, sog. "Hardliner" ersetzt wurde. 
Die iranische Regierung zeigt sich noch immer enttäuscht über die Entscheidung der USA, die Revolutionsgarden als ausländische Terrororganisation zu identifizieren. Präsident Hassan Rouhani ließ jedoch die Tür für zukünftige Verhandlungen mit den USA offen - diesmal allerdings verknüpft an Bedingungen:
"Wir waren schon immer ein Mann der Verhandlung und Diplomatie, so wie wir auch ein Mann des Krieges und der Verteidigung waren. Verhandlungen sind nur möglich, wenn die Sanktionen aufgehoben werden und die USA sich für ihre illegalen Handlungen entschuldigt."

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In einem Update von Dienstag zitiert die unabhängige Journalistin Eva Koulouriotis unter Berufung auf einen Bericht von al-Arabiya, dass amerikanische Kampfflugzeuge aktuell Öllastwagen ins Visier genommen hätten, die aus Richtung der Gebiete kommen, welche unter der Kontrolle des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad stehen. Die Berichte wurden bislang von keiner westlichen Nachrichtenagentur aufgegriffen. 
Die syrischen Agenturen sind in erster Linie bemüht, die neuerlichen Behauptungen abzustreiten.
So bspw. Al-Masdar News:
„Alle Aussagen, in denen behauptet wird, dass die U.S. Air Force das islamische revolutionäre Wachkorps in Albukamal bombardiert habe, falsch seien. Ebenfalls wurde dementiert, dass Berichte, in denen behauptet wird, dass syrisch demokratische Kräfte und die syrisch-arabische Armee in der Nähe von Albukamal aufeinanderprallten.“

Has the War with Iran Started?

Die offizielle syrischer Darstellung dazu besagt vielmehr, dass es Spannungen gibt, weil das syrische Militär davon überzeugt sei, dass die USA eine Operation zur Einnahme der Städte Albukamal und Al-Mayadeen vorbereiten. Dies solle geschehen, um zu verhindern, dass der Iran die internationale Autobahn benutzt, die Teheran, Bagdad und Damaskus miteinander verbindet.
Die Autobahn würde als wichtiger Kanal dienen, um weiterhin Öl aus dem Iran über das Mittelmeer zu transportieren und weiterhin militärische Ausrüstung und Lieferungen an Hisbollah-Kämpfer in Syrien und dem Libanon zu liefern. Die Ausnahmeregelungen zur Umgehung von Sanktionen für den Handel mit dem Iran laufen am Freitag aus.

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In den letzten Tagen konnte ebenfalls beobachtet werden, dass Israel damit begonnen hat, seine Raketenabwehr deutlich zu verstärken, einschließlich der Ankunft einer zusätzlich errichteten US-Patriot-Raketenabwehrbatterie. Währendessen die USA eine "unbestimmte Anzahl" von F-35-Tarnkappenjägern auf die al-Dhafra Air Base in den Vereinigten Arabischen Emiraten verlegt haben. 
„All dies lässt darauf schließen, so der israelische Direktor von Missing Peace, Yochananan Visser, dass ein Krieg mit dem Iran vorbestünde - wahrscheinlich mit einem Austausch von Raketen im Vorfeld des eigentlichen Konfliktes - dies ist nun fast unvermeidlich…“