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Kein Staatsakt für Altkanzler Helmut Kohl! Die Gründe sind gerecht?
19.06.2017

Die Politik verneigt sich vor Helmut Kohl mit einem bisher einmaligen Staatsakt in der Geschichte der EU. Nur in Deutschland wird es keinen nationalen Staatsakt für den Einheitskanzler geben. Der Grund bewegt.
 
Wegen des Todes von Altkanzler Helmut Kohl (†87) wird es zum ersten Mal in der Geschichte der Europäischen Union einen europäischen Staatsakt geben. Kohl ist die erste Persönlichkeit, die mit einer solchen Zeremonie geehrt wird. Der CDU-Politiker gilt als wichtiger Gestalter der europäischen Integration, die schließlich zur Gründung der Europäischen Union führte. Auch an der Einführung des Euro war er maßgeblich beteiligt. Zu dem europäischen Staatsakt in Straßburg werden EU-Spitzenvertreter sowie Weggefährten des Verstorbenen erwartet.
 
Der genaue Termin und weitere Details sind bislang noch nicht bekannt. Im Anschluss an die Feierlichkeiten im Straßburg soll es nach Informationen der „Bild“-Zeitung eine Totenmesse im Dom zu Speyer in Rheinland-Pfalz geben. Genaueres dazu ist bislang ebenfalls noch nicht bekannt. Allerdings wird es keinen nationalen Staatsakt in Deutschland geben, wie es normalerweise für Bundespräsidenten oder Kanzler vorgesehen ist.
 
Bevor Helmut Kohl am 16. Juni in seinem Haus in Ludwigshafen-Oggersheim mit 87 Jahren verstarb, verfügte er ausdrücklich – es soll für ihn keinen Staatsakt in Deutschland geben.    

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