Politik
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Deutsche Bahn: Rassistische Durchsage sorgt für Verwirrung
04.08.2019

Die schreckliche Tat am Frankfurter Hauptbahnhof, bei der ein acht-jähriges Kind unter der ICE-Rädern ums Leben kam, erschütterte Deutschland. Der Junge und seine Mutter wurden von einem aus Eritrea stammenden Mann vor den einfahrenden Zug gestoßen. Wut und Trauer sind die Reaktionen, die man durchaus nachvollziehen kann. Aber nur eine Reaktion sollte es auf keinen Fall geben: eine rassistische Äußerung jeglicher Art.

 

Nun versetzte eine Durchsage am Bahnhof Hamburg-Altona die auf die Züge warteten Passagiere in Schock. Es sei sicherer, sich in die Mitte der Plattform zurückzuziehen. Kinder sollten an die Hand genommen werden und wenn eine verdächtige Person in der Nähe ist, solle man ein Stück weiter gehen, damit kein „weiterer muslimischer Terroranschlag“ verübt werden könne, lautete die Durchsage, wie einer Ohrenzeugin berichtete.

 

Sei es doch "offensichtlich, dass der Mann (der Täter) psychisch krank war", zeigte sich die Zeugin entsetzt. Inzwischen wurde die schwere psychische Erkrankung der Eritreer auch bestätigt. Die Deutsche Bahn distanzierte sich von den rassistischen Vorwürfen. "Die Deutsche Bahn steht für gesellschaftliche Vielfalt, Toleranz und gegenseitigen Respekt. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit widersprechen unseren Unternehmenswerten", teilte eine Sprecherin der deutschen Bahn mit. Sie erklärte, dass die Durchsagen von einer Privatperson stammten. Der Fall sei an die Bundespolizei übergeben worden.

 

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