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Deutsche Muslima plante einen Terroranschlag - weil sie sich diskriminiert fühlte
07.08.2019

Vor dem Oberlandesgericht in Hamburg steht gerade eine gebürtige Bremerin, die Dschihadisten bei den Vorbereitungen eines Terroranschlages geholfen haben sollte. Die 41-jährige Songül G. trat mit einer ebenfalls deutschen Frau Marcia M., die mit ihrem Mann im sogenannten Kalifat des IS in Syrien lebte, in Kontakt und war bereit, beim Schleusen der Terroristen nach Deutschland zu helfen.

 

Das Paar suchte sich in Deutschland Komplizen, um einen schweren Anschlag auf eine Großveranstaltung in Deutschland "mit zahlreichen Todesopfern" zu verüben. Um die Attentat in Ruhe vorbereiten zu können, sollten sich mehrere Dschihadisten mit deutschen Frauen verheiraten, um ganz legal nach Bundesrepublik einzureisen. Dann kamen die heiratswilligen Songül G. u noch eine Frau, die im Wirklichkeit eine verdeckte Ermittlerin war, sehr gelegen. Die Kommunikation die beiden Frauen lief über einen Handynummer und einen fiktiven Facebook-Account. Um welchen Anschlag es sich handeln sollte, ist momentan noch unklar.

 

Die 41-Jährige, die sich im Gerichtssaal als eine naive, blauäugige Frau gibt, wurde in Deutschland geboren und aufgewachsen. Sie hat drei Kinder und arbeitete als Fahrlehrerin. Zu ihren Tatmotiven sagte Songül G,. sie habe sich als Muslima diskriminiert gefühlt. "Wegen der Islamhetze in Deutschland", schrieb sie in einer schriftlichen Erklärung vor Gericht, "habe ich mich in Deutschland nicht mehr wohlgefühlt". Sie sei davon ausgegangen, dass der IS eine gerechte Welt wollte, aber sie habe sich geirrt. Nun drohen Songül G. mehrere Jahre Haft.

 

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