Politik
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Deutschland sucht Beamte
08.05.2019

Laut einer McKinsey-Studie droht dem öffentlichen Dienst in Deutschland ein gewaltiger Fachkräftemangel. Rund 4,7 Millionen Beschäftigte gehen in den nächsten zehn Jahren in Rente. Gleichzeitig zeichnet sich ein Defizit an Nachwuchs ab, deshalb wird es schwierig sein, der Bedarf an 730.000 Mitarbeiter zu decken.

 

Rund 400.000 Mitarbeitern werden auf dem mittleren Führungsniveau fehlen. Ausgerechnet diese Ebene ist für die Zukunftsinitiativen wie zum Beispiel die Strategien für die Digitalisierung oder den Klimaschutz besonders wichtig. Schon jetzt haben die Behörden wie die „Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich“ (Zitis) Schwierigkeiten, neue Nachwuchstalente für sich zu gewinnen.

 

Trotz der Werbung der öffentlichen Hand mit der Sicherheit des Arbeitsplatzes oder einer guten Vereinbarkeit des Berufes mit dem Familienleben fehlt für 72 Prozent der Befragten ein klares Wertversprechen. Die anderen bemängeln die Unattraktivität der Arbeitskultur. Aber der häufigste Grund für den Wechsel in die Privatwirtschaft nennen die Nachwuchsführungskräfte nicht erfühlte Gehaltsvorstellungen. Und der Unterschied in den Gehältern ist klar zu erkennen. Während die jungen Manager im öffentlichen Dienst durchschnittlich rund 46.707 Euro verdienen, kann ein Abteilungsleiter in der Privatwirtschaft mit dem Jahresgehalt von 75.675 Euro rechnen.

 

 

 

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