Politik
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Dieser Tweet verursacht eine der schlimmsten diplomatischen Krisen
07.08.2018

Saudi-Arabien will zeigen, dass das muslimische Öl-Reich keine Kritik der westlichen Länder dulden will. Die Reaktion auf einen kritischen Tweet der kanadischen Außenministerin Chrystia Freeland war alles andere, als angemessen. Der Flugverkehr zwischen beiden Staaten ist gestoppt, der kanadische Botschafter wurde ausgewiesen, das Handels- und Investitionsabkommen – eingefroren.
 
Freeland hatte die Festnahme der Menschenrechtsaktivisten in Saudi-Arabien kritisiert. Kanada sei ernsthaft über die Zivilgesellschaft und Frauenrechte in Saudi-Arabien besorgt und bitte die saudi-arabischen Behörden, Menschenrechtler zu befreien, - so lautete der Tweet der kanadischen Außenministerin. Eigentlich gab es nichts Besonderes oder Beleidigendes an dieser Forderung. Saudi-Arabien reagierte entrüstet.
 
Das saudi-arabische Außenministerium erklärte, dass es „eine eklatante und unzulässige Einmischung in innere Angelegenheiten des Landes“ gewesen sei, die gegen alle internationalen Normen verstoße. Zum Opfer der diplomatischen Krise fielen auch Tausende arabische Studenten. Die Regierung setzte alle Ausbildungs-, Studien- und Stipendienprogramme mit Kanada aus, sodass die Studenten zurück in ihre Heimat kehren müssen.

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