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Diplomatische Krise wegen geflüchteter Prinzessin: Deutschland wird vor Dilemma gestellt
03.07.2019

Ein ungewöhnlicher Asylantrag wurde beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge vor kurzem gestellt. Prinzessin Haya bint al Hussein (45), die Zweitfrau von Vize- und Premierminister von Dubai Scheich Mohammed bin Raschid al Maktoum (69), soll mit ihren beiden Kindern Zayed (7) und Al Jalila (11) aus Dubai geflohen sein. Dabei stehen ihr 35 Millionen Euro zur Verfügung. Laut britischer „Sun“ beantragte sie aus „Angst um ihr Leben“ Asyl in Deutschland.

 

 

Was genau die Prinzessin auf der Flucht getrieben hat, muss noch geklärt werden. Allerdings wäre sie nicht die erste Frau in der Familie, die aus Dubai fliehen wollte. Erst versuchte Shamsa (38), die Scheich Mohammeds Tochter, im Jahr 2000 nach Großbritannien aufzubrechen. Aus Cambridge wurde sie kurz danach zurückgebracht und lebt seitdem abgeschirmt in Dubai. Letztes Jahr floh ihre Schwester Latifa per Jetski aus dem Oman. Auch ihre Flucht endete in Dubai.

 

 

Prinzessin Haya hat daraus gelernt und holte sich die Unterstützung eines deutschen Diplomaten. Deutschland würde sie „beschützen“ und nicht nach Dubai ausliefern, berichtete die „Times“. Scheich Mohammed forderte die Auslieferung bereits und nannte seine Frau „Ehebrecherin“ und „Betrügerin“. Gleichzeitig veröffentlichte er aber Gedichte auf seiner Webseite, in denen Scheich mit sanften Worten auf die geflüchtete Ehefrau einwirken will. Vergeblich, denn die Prinzessin hat schon die Scheidung eingereicht. Den britischen Medien zufolge führte der Vorfall zu einer diplomatischen Krise zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und der Bundesrepublik bereits. Das Auswärtige Amt nahm noch keine Stellung dazu.

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