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Kommt jetzt ein absolutes Rauchverbot?
10.01.2018

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, will weniger Szenen mit rauchenden Menschen im Fernsehen sehen. Das betrifft auch Filme. „National wie international wird in Filmen gequalmt, was das Zeug hält“, sagte die CSU-Politikerin gegenüber „Hamburger Abendblatt“.
 
Ihrer Ansicht nach müsse auch die Filmwirtschaft „sich des eigenen Einflusses auf die Gesundheit der Zuschauer bewusst  werden“. Die Verantwortlichen der Filmindustrie müssten sensibler im Umgang mit solchen Szenen werden. „Je häufiger Jugendliche in Film- und Fernsehen sehen, dass geraucht wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie selbst zur Zigarette greifen“, so Marlene  Mortler. „Eine generelle Medienkompetenz bei den Zuschauern vorauszusetzen, wäre leichtfertig und kurzsichtig.“ 
 
Allerdings will die das Rauchen im Kino nicht komplett verbieten. Man müsste einfach sensibler werden. Dabei bezieht sie sich auf statistische Daten: Von insgesamt 39 Filmen, die in den letzten zwei Jahren für den Deutschen Filmpreis nominiert waren, habe man in 33 geraucht. Das entspreche dem Anteil von 85 Prozent.
 
Eine Studie des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung hat festgestellt, dass in deutschen Filmen besonders häufig geraucht wird. Dabei sei ein Zusammenhang festzustellen – zwischen Szenen, in denen Schauspieler rauchen und dem Konsumverhalten jüngerer Zuschauer. Schließlich gelten einige Charaktere als Vorbilder...

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