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„Dürftige Bilanz“: Waffen und Munition der Bundeswehr verschwinden spurlos
01.10.2019

Immer wieder verschwinden Waffen und Munition aus dem Bundeswehrbestand. Laut dem Redaktionsnetzwerk Deutschland gibt es eine als Verschlusssache eingestufte Auflistung des Bundesverteidigungsministeriums, die belegt, dass die Truppe 39 Waffen, 39 Waffenteile und fast 20.000 Schuss Munition seit 2014 vermisst. 

Unter anderem verschwanden sechs Maschinengewehre vom Typ MG3, elf Gewehre vom Typ G3, vier Gewehre vom Typ G36, sechs Signalpistolen sowie zwei Pistolen vom Typ P8. Weitere Waffenteile wie 30 Waffenrohre für Maschinengewehre vom Typ MG3 werden auch vermisst. Aus dem Papier vom Verteidigungsstaatssekretär Peter Tauber (CDU) geht hervor, dass einige Waffen, ein Waffenteil und 3474 Schuss Munition schließlich wieder auftauchten. 

Die Linken-Bundestagsabgeordnete Martina Renner nannte den Umfang von Waffen- und Munitionsverlusten bei der Bundeswehr "beängstigend" und sprach von einer "dürftigen Bilanz": Dies gelte umso mehr, da im Zuge von Ermittlungen kaum etwas wieder aufgefunden worden sei. Laut Politikerin fehlt dabei die Information, ob die verschwundene Munition im Zusammenhang mit dem Fall von dem unter Terrorverdacht stehenden Bundeswehroffizier Franco A. gebracht werden kann. "Und das obwohl ein Unterstützer von Franco A. kürzlich wegen des Besitzes dieser Munition verurteilt wurde", betonte Renner.

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