Politik
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Brexit: Warum begehen die Briten Selbstmord?
19.06.2017

Die Brexit-Verhandlungen haben begonnen. Es wird über mehr als 20.000 Gesetze verhandelt werden und das verspricht viel Arbeit. Außerdem ist die britische Regierung um May stark angeschlagen. Kann das gut gehen? Und wird die Zeit reichen?

Bis spätestens November 2018 soll alles geklärt sein und im März 2019 über das Ergebnis abgestimmt werden. Brüssel spekuliert allerdings schon jetzt über eine Verlängerung der Verhandlungen. Doch der Umfang der Verhandlungen ist bei weitem nicht das einzige Problem.

May hat die Unterhauswahl verloren und auch die Mehrheit im Parlament ist ihr nicht mehr sicher. Außerdem steht die britische Regierung noch nicht und ist dadurch kaum handlungsfähig. Da Mays Abkommen mit der konservativen, nordirischen Partei DUP noch nicht steht, stellt sich die Frage, wie verbindlich ihre Entscheidungen zu diesem Zeitpunkt überhaupt sein können.

Trotz schwächelnder politischer Lage und dem Unglück der das Land in Form von Terror und dem dramatischen Hochhausbrand heimgesucht hat, gibt May sich gelassen und lässt die Verhandlungen nach Plan diesen Montag beginnen. Sie plädiert zudem weiter auf einen harten Ausstieg aus der EU, inklusive Ausstieg aus dem Binnenmarkt und der Zollunion.

ARD-Moderator Jens-Peter Marquardt ist sich sicher, dass diese sture Vorgehensweise selbstmörderisch ist: „Der harte Brexit wird jedenfalls Großbritannien viel mehr schaden als dem Rest der EU“ (tagesschau.de).

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Doch nicht nur ein Kommentar der Tagesschau bezeichnet die britische Politik als selbstmörderisch:

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