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Einreise in die USA: Bitte Ihre Facebook und Co. Accounts preisgeben
06.06.2019

Wer in die USA einreisen möchte, muss vieles über sich preisgeben. Für ein Visum verlangt man in den Vereinigten Staaten nun nicht nur die üblichen Papiere, sondern will man auch eine Auflistung der Sozial-Media-Konten, E-Mail-Adressen und Telefonnummern der vergangenen fünf Jahre haben. Nach einer groben Einschätzung wird diese Überprüfung rund 15 Millionen Menschen betreffen.
 
Laut Associated Press (AP) müssen nicht nur die Einwanderer die Auflistung all ihrer Privatdaten vorlegen. Die neue Regelung betrifft auch Touristen, Geschäftsleute und Studenten, die in die USA einreisen wollen. Die zunächst als Vorschlag präsentierte Regelung wurde von den Bürgerrechtlern bereits 2018 kritisiert worden.
 
Die Auflistung soll dem Kampf gegen Terrorismus dienen. Für das State Department sei die nationale Sicherheit die oberste Priorität und man arbeite weiterhin daran, neue Verfahren zur Verbesserung des Prüfprozesses zu finden, um Bürger zu schützen. Die meisten EU-Bürger dürfen davon nicht betroffen werden, weil sie im Rahmen des Visa-Programms ESTA kein Visum für die Einreise in die USA benötigen. Allerdings die Bürger der EU-Staaten wie Polen, Kroatien, Rumänien oder Bulgarien müssen immer noch ein Visum beantragen.
 
 
 
 

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