Politik
AfD: Ausländische Ärzte sind unqualifiziert?
08.03.2018

Wie die „Welt“ berichtet, gibt es Diskussionen bezüglich der Qualifikation ausländischer  Ärzte, die außerhalb der EU ausgebildet wurden. Vor allem die AfD bezweifelt, ob ihre Sprach- und Fachkenntnisse reichen, um hier zu arbeiten. Deshalb kommen falsche Informationen ins Spiel. So hat der bayerische Landesverband der Partei in einer Presseerklärung geschrieben, dass es Lebensgefahr  durch falsche Ärzte bestehe. Es genüge in Bayern, „wenn sich Mediziner auf dem allgemeinsprachlichen B2-Level verständigen können“, zitiert die „Welt“ aus der Pressemitteilung.
 
Die  bayerische Landesärztekammer dementierte diese Aussagen und wies darauf hin, dass ausländische Ärzte Sprachkenntnisse auf dem höheren Niveau C1 nachweisen müssen. Von daher seien die Erklärungen der Partei „unwahr“. 
 
Der Präsident der Bundesärztekammer, Frank-Ulrich Montgomery plädierte im Deutschen Ärzteblatt für schärfere Zulassungsvoraussetzungen für Ärzte aus Staaten außerhalb der Europäischen Union. „Wir müssen ausschließen, dass Menschen als Arzt tätig werden, die sich in ihren Heimatländern Zertifikate gekauft haben, ohne jemals die Universität besucht zu haben“, erklärte Montgomery. Die AfD verkürzte diese Aussage und strich „wir müssen ausschließen“ weg. Das heißt, dass die AfD seine Worte unzulässig verkürzt wiedergegeben hat. So klingt diese Aussage als eine Tatsache, dass völlig unqualifizierte Mediziner in Deutschland als arbeiten.

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