Politik
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Fall Skripal: Briten treiben Putin in die Enge
12.09.2018

Die britischen Geheimdienste verfügen jetzt angeblich über die Beweise, wer den russischen Ex-Agent Skripal und seine Tochter vergiftet hat. Die vermutlichen Killer sind als GRU-Agenten identifiziert. Die Aufnahmen aus Überwachungskameras zeigen die Route der zwei Männer in London und Salisbury. Moskau geriet in Erklärungsnot. Putin äußert sich nun zum ersten Mal zu diesen Beweisen.
 
„Wir wissen, wer sie sind, wir haben sie gefunden", sagte Putin vor den Kameras. Wer diese Männer wirklich sind, wollte der russische Präsident allerdings nicht preisgeben. Er hat nur beteuert, dass sie „Zivilisten“ seien. Die britische Premierministerin Theresa May hatte kürzlich behauptet, dass sie Mitglieder des russischen Militärgeheimdienstes GRU seien, die höchstwahrscheinlich im Auftrag der russischen Regierung in Salisbury handelten.
 
Moskau weist nach wie vor alle Vorwürfe zurück. Die Verteidigungsstrategie aber wackelt nun, denn man kann nicht mehr Beweise für die geäußerten Anschuldigungen fordern, da die Beweise jetzt vorliegen. Die zwei Männer, die mit russischen Pässen nach London gekommen sind, benehmen sich untypisch für einfache Touristen. Das Motiv ist auch kein Geheimnis mehr. Skripal arbeitete mit spanischen Behörden an einem Dossier zur russischen Mafia und deren Verbindungen zur Kreml-Führung.
 

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