Politik
Flieger mit Flüchtlingen landet in Hannover
19.04.2020

Am vergangenen Samstag landete ein Flieger aus Athen in Hannover. Da sind die ersten 47 Kinder und Jugendliche angekommen, die die Bundesregierung aus unheimlich überfüllten Flüchtlingslagern auf der griechischen Insel Lesbos evakuieren hat. Die Kinder sollen erstmal zunächst 2 Wochen in Quarantäne wegen Corona-Pandemie im Landkreis Osnabrück verbringen. Anschließend sollen sie bundesweit verteilt werden. Etwa 20 Kinder haben in Deutschland Verwandte und werden dorthin gebracht.

Zurzeit befinden sich rund 39.000 Menschen in griechischen Flüchtlingslagern auf den Ägäis-Inseln Samos, Chios und Lesbos, obwohl das Lager auf Lesbos nur für 3.000 Menschen ausgelegt ist. Deutschland plant insgesamt bis zu 500 unbegleitete Minderjährige, die unter 14 Jahren sind, vor allem kranke Kinder und Mädchen aus dem überfüllten und unzumutbaren Campus zu entlasten. Insgesamt haben sich 10 Länder bereit erklärt unter denen auch Deutschland, rund 1600 kranke Kinder und unbegleitete Minderjährige von griechischen Inseln aufzunehmen.

Die Situation in griechischen Flüchtlingslagern ist in der Tat katastrophal. „Wasserversorgung im Camp Moria wird nach und nach eingestellt. Die Krätze ist ausgebrochen, es gibt fast keine Medikamente. Immer weniger Menschen ist es gestattet, das Camp kurzzeitig zu verlassen. Das größte Flüchtlingslager Europas wird sich selbst überlassen“, beschrieb die Seenotrettung „Mission Lifeline“ die miserablen Zustände, in denen die Menschen sich befinden.

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