Politik
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Fridays-for-Future-Bewegung machte einen Studenten pleite
08.08.2019

Am 21 Juni fand die größte europaweite „Fridays for Future“-Demonstration in Aachen statt. Solche Veranstaltungen erfordern auch eine entsprechende Logistik. In diesem Fall übernahm die Aufgabe Jannik Schestag, ein 21-jähriger Student, der nun auf 77.000 Euro Kosten möglicherweise sitzen bleibt.

 

Wie die „Obersächsische Presse“ berichtete, wollte der Informatikstudent vier Sonderzüge organisieren und war bereit, mit 100.000 Euro dafür zu haften. Schließlich ist er der überzeugte Anhänger der Bewegung Fridays-for-Future. Aber von den geplanten Zügen fuhr am Ende nur ein, für den rund 60.000 Euro fällig waren. Die zwei anderen, aus Hessen und Tschechien, musste Schestag für 17.000 Euro stornieren. Die Mittel hatte der Student aus dem Erbe seines Vaters bezogen. Nun logisch wäre, das Geld dem 21-Jährigen zu erstatten.

 

Der Welt zufolge, sind genug Geld dafür auch vorhanden. Pressesprecherin von „Fridays for Future“ Carla Reemtsma gab bekannt, dass mit der Zugfahrt aus Freilassing über 30.000 Euro eingenommen worden seien. Auch über die Protest-Kampagne „Keine Zeit, aber Geld“-Tickets und eine Fundreisingaktion wurde eine ähnliche Summe eingesammelt. Aber die Rückzahlung lässt auf sich warten. Im Gegenteil betonen die Köpfe von „Fridays for Future“, dass sie noch intern prüfen möchten, ob das Geld erstattet werden muss. „Jannik hat gesagt, privat haften zu wollen. Die Frage ist jetzt, ob wir als Bewegung die Kosten rückwirkend übernehmen oder nicht“, so Reemtsma. Da es niemanden bei der „Fridays for Future“ gibt, der als Weisungsberechtigter alleine eine Entscheidung treffen darf, muss durch „Fairhandlung“ eine Lösung gefunden werden.

 

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