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Gewalttätiger Marokkaner bedroht Gäste im Rathaus - Freispruch
09.07.2019

Das deutsche Außenministerium hat den Juden in Deutschland geraten, aus Sicherheitsgründen keine Kippa in der Öffentlichkeit zu tragen. Gerade rechtzeitig, denn am Ende Juni ereignete sich ein weiterer antisemitischer Angriff. Diesmal war der Ort des Geschehens in Hamburg.

 

Der Hamburger Landesrabbiner Shlomo Bistrizky und Gemeindevorstandsmitglied Elizer Noe besuchten gemeinsam mit dem Bürgermeister Tschentscher (SPD) eine Veranstaltung im Hamburger Rathaus. Es gab den Empfang für die jüdischen Verfolgten, die die Stadt ihrer Jugend besuchten. Ein 45-jähriger Marokkaner bespuckte und bedrohte zwei Männer jüdischen Glaubens im Besucherbereich des Rathauses. Selbst gegenüber der Polizei war der Täter so aggressiv, dass die Beamten dem Mann mit dem Einsatz von Pfefferspray drohten und ihm Handschellen anlegten. Auch eine Spuckschutzhaube wurde ihm übergezogen, weil er immer weiter spuckte. Dabei redete der Verdächtige abwechselnd auf Deutsch und Arabisch. Der Marokkaner wurde festgenommen, kam am Ende der polizeilichen Maßnahmen aber mangels Haftgründen wieder frei.

 

Der Vorfall hat für eine große Empörung gesorgt. Der Bürgermeister Peter Tschentscher und Landesrabbiner Shlomo Bistritzky starteten die Initiative „Wir sind Hamburg“. Damit wollen sie ein Zeichen für Toleranz und für Respekt im Umgang mit allen Religionen setzen. Nach dem Motto „Was siehst du?“ haben Bürger eine Möglichkeit, sich an einer Plakataktion zu beteiligen.

 

 

 

 

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