Politik
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Gysi teilt aus: Kanzlerin hat weder den Plan noch Ideen
11.01.2018

In einem Interview mit den „Dresdener Neusten Nachrichten“ plädierte Gregor Gysi für schnelle Entscheidungen. Dabei sagte er, dass ihm die  Jamaika-Koalition nicht lieber gewesen wäre.Das Fatale ist: Die Kanzlerin hat weder einen Plan noch Ideen für Deutschland und Europa in den nächsten vier Jahren. Keine gute Voraussetzung für eine Regierung aus wem auch immer“, kommentierte Gysi.
 
„Eigentlich müssten sich jetzt all diejenigen, die etwas gegen die Rechtsentwicklung in Deutschland und Europa haben, treffen und darüber beraten. Ob es das geben wird? Dahinter mache ich ein großes Fragezeichen“, so er weiter. Dabei kritisierte er Trump, Orban, Kurz, Le Pen und die AfD, weil sie glauben, wenn sie die weltweiten Unterschiede im Sozialen unsichtbar machen, wären die Probleme gelöst. Das sei Unsinn. In diesem Interview sagte Gysi, dass eine Bewegung um eine oder mehrere Parteien herum eine gute Idee wäre, denn es viele Menschen gibt, die sich nicht in einer Partei organisieren möchten.
 
Er gab zudem zu, dass es Auseinandersetzungen in der Führung  der Linken-Partei gibt, es gebe zudem Differenzen in der Flüchtlingsfrage, in der Debatte um den Euro und die Zukunft der Europäischen Union. Die inneren Widersprüche müsse die Linke seiner Ansicht nach möglichst schnell lösen. Dabei hatte er einen Rat für künftige Parteichefs parat: „Wenn man sich in der ersten Reihe der Politik bewegt, nimmt man sich einfach zu wichtig. Noch einen Termin und noch einen Termin. Man vernachlässigt Freunde und Familie. Irgendwann bezahlt man dafür. Und ich habe dafür bezahlt. Mein Rat also: Passt auf, nehmt euch nicht zu wichtig!“

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