Politik
Foto: Collage
„Hurensohn“-Schrift: Türkei setzt diese deutsche Stadt unter Druck
12.04.2018

Wie der Focus berichtet, hat das türkische Generalkonsulat versucht, Druck auf die Stadt Leverkusen auszuüben. Grund dafür seien angeblich Erdogan-feindliche Schmierereien an der Wand des Europarings in Leverkusen. Deshalb verlangte der Vize-Konsul in einem Schreiben an den Leiter der Technischen Betriebe Leverkusen, diese zu entfernen. Und zwar schnellstmöglich.
 
Allerdings wurden diese Schmierereien längst von der Stadt entfernt. Am Europaring konnte man in großen Buchstaben „Hurensohn Erdogan“ an der Wand  lesen. Die Schrift wurde zusätzlich mit Schriftzügen der in Deutschland verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK versehen.
 
 Wie die RP berichtet, hat der Kölner Oberstaatsanwalt Ulf Willuhn diese Schmierereien als Beleidigung angesehen.  Aber sie seien nicht verfassungsfeindlich. Als verfassungsfeindlich gelten die Symbole – also Hakenkreuze oder auch die Flagge der PKK, sie musste schnell entfernt werden. „In Deutschland gilt deutsches Recht, und das liegt in der Verantwortung der deutschen Behörden", kommentierte Innenminister Herbert Reul gegenüber der RP und sprach von einer Einmischung eines ausländischen Staates, die nicht hinnehmbar sei.

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