Politik
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Den Wahlkampf entscheidet nur diese noch angeblich geheime Taktik
10.08.2017

Mit Veranstaltungen, Plakaten oder gar Hausbesuchen versuchen derzeit die Parteien, unentschlossene Wähler zu überzeugen. Außerdem setzen sie verstärkt auf eine Geheimwaffe: Influencer.
 
Die Wirtschaft nutzt schon seit Jahren bekannte Social-Media-Persönlichkeiten als Markenbotschafter und Werbeträger. In diesem Bundestagswahlkampf kommt auch die Politik nicht mehr ohne diese sogenannten Influencer aus. Denn das, was diese Netz-Promis über ihre Plattformen auf Youtube, Instagram oder Facebook verbreiten erreicht Hunderttausende von Followern. Wie Studien zeigen, werden Produktempfehlungen der Influencer als deutlich glaubwürdiger von Kunden eingestuft als etwa die klassische Werbung.
 
Digitalexperte und Politikberater Martin Fuchs sieht in den Social-Media-Stars die idealen Botschafter für Parteien: „Ich empfehle Parteien schon seit vier Jahren, mit Influencern zusammenzuarbeiten. Es ist geradezu fahrlässig, wenn Parteien diese Spielwiese nicht oder zu wenig nutzen, um sich zu etablieren.“ Angela Merkel macht nun den Anfang und will sich bis zur Bundestagswahl von vier Influencern interviewen lassen. Auch Martin Schulz bekam jüngst Unterstützung von der Modebloggerin Lisa Banholzer und stellte sich ihren Fragen. Grüne und Linke scheuen sich, die Internet-Stars einzuspannen. Genauso wie die FDP: „Unser Influencer ist Christian Lindner“, hieß es dazu aus der Parteizentrale. 

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