Politik
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Islamisten gründen Fußball-Verein in Hamburg
15.04.2019

Seit 2003 ist die islamistische Gruppe Hizb-ut Tahrir („Partei der Befreiung“) in Deutschland verboten. Ihr Ziel ist es, ein weltweites Kalifat auf den Grundlagen der Scharia. Als Mittel sieht Hizb-ut Tahrir die Gewaltanwendung und propagiert Antisemitismus. Nun warnt der Hamburger Verfassungsschutz vor dem Fußballverein Club Adil e. V., das im Stadtteil Wilhelmsburg von dieser Gruppe gegründet wurde.

 

Sowohl der gesamte Vorstand als auch der große Teil der Mannschaft seien die Mitglieder der Vereinigung Hizb-ut Tahrir. Das geht aus den Erkenntnissen der Behörde hervor. Laut dem Strategiepapier der Organisation ist die Eröffnung des Vereins ein Teil der Strategie, um neue Mitglieder anzuwerben. Um freundschaftliche Verhältnisse aufzubauen, veranstaltet man neben den Fußballspielen auch Grillfeste und gibt erst später den Bezug zur islamistischen Organisation bekannt. Der Verein wurde 2017 in den Hamburger Fußball-Verband aufgenommen und spielt seitdem in der Kreisklasse B1.

 

Und die Strategie scheint effektiv zu sein, denn die Anzahl der Anhänger der radikalen Organisation hat sich seit 2016 in Hamburg fast verdoppelt. Das alles ist aber für die Hamburger Fußball- Verbände offensichtlich nicht alarmierend genug, um sofortige Maßnahmen zu ergreifen. „In dem konkreten Fall stehen wir mit den Behörden im Austausch und werden uns mit diesen zum weiteren Vorgehen abstimmen“, so die Stellungnahme der Hamburger Sportbund.

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