Politik
Collage
Kein Scherz: Drogendealern wurde ein Denkmal in Berlin gesetzt
06.11.2019

Görlitzer Park in Berlin wurde zu dem Symbol der politischen Impotenz der Sicherheitskräfte. Die Eingänge des Parks werden von afrikanischen Rauschgifthändlern „belagert“, und weder die Polizei noch die Politik können diese „No-go-Zone“ beseitigen. Doch statt das Problem anzupacken, wurde den Dealern jetzt sogar ein Denkmal gesetzt. Und das ist kein Scherz. Der amerikanisch-französische Künstler Scott Holmquist ließ seine Skulptur „Letzter Held“ im Park aufstellen lassen. Das Motto der Performance lautet „Solidarität und Menschenrechte für alle – auch für Dealer.“
 
„Es geht darum, wie die Reaktionen auf Park-Drogendealer Ängste, Versuchungen und Wünsche kristallisieren und gleichzeitig die Grenzen von Kontrolle und Solidarität verschieben“, erklärte Holmquist seine künstlerische Idee. Auf die Idee, dass alle Ängste sich gerade aus einem totalen Versagen des Staates gegenüber Migranten-Banden herauskristallisieren, konnte der Künstler nicht kommen.
 
Während ein Künstler ein Denkmal für Drogendealer baut, kaufen die Einwohner einen bunt bemalten Stadtplan der deutschen Hauptstadt, der ziemlich genau zeigt, wo sich die Hot-Spots der kriminellen Clans befinden. Zum besseren Verständnis gibt es sogar kleine Grafiken wie ein Grab mit darauf sitzendem Löwen für im letzten Jahr ermordeten „Löwe Palästinas“ Nidal R. oder ein Kebab-Spieß mit roter Peperoni für Arafat Abou-Chakers Imbiss “Papa Ari“ in Treptow. Wer Bushido oder Issa Remo ein Besuch erstatten möchte, wird auch fündig.
 
„Damit macht man sich unter Umständen zum Sprachrohr für die Falschen“, kommentierte Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) die künstlerischen Initiativen in seiner Stadt. Wie man „die Falschen“ besiegen kann, hat er aber keine Lösung vorgeschlagen.

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