Politik
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Kriminelle Schüler-Clans: Verzweifelte Lehrer flehen um Hilfe
20.02.2020

Alle Schulen in Deutschland sind wegen Personalnot und Einwanderungswelle in mehr oder weniger großem Umfang überlastet. Es gibt aber Schulen, die über den Bildungsprozess komplett  die Kontrolle verloren haben. So passierte es zum Beispiel einer Realschule im rheinland-pfälzischen Betzdorf. Die verzweifelten Lehrer haben einen Brandbrief veröffentlicht, in dem sie sich über ihre Schüler beschweren. Die Fünftklässler „würgen, treten und schlagen“, beleidigen Lehrer und sind auf dem Bildungsniveau einer dritten Klasse. Die Neuntklässler verabreden sich zu Prügeleien an anderen Schulen und haben kaum eine Chance, das Niveau der Berufsreife zu erreichen.

Mehr als die Hälfte der insgesamt 320 Schüler der Realschule haben einen Migrationshintergrund. Das erste Problem, das die Lehrer nicht bewältigen können, ist das mangelhafte Niveau der Deutschkenntnisse. Jeder achte Schüler spricht überhaupt kein Deutsch.  Das zweite Problem ist die ethnische Ausgrenzung. Die Schüler bilden geschlossene Gruppen nach ethnischem Merkmal. Häufig formieren sich miteinander rivalisierende Clans, die sich Prügeleien liefern. Von der Integration kann keine Rede sein, behaupten die Lehrer.

Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) hat die Schule einmal besucht, um die Lehrer auf ihre akuten Beschwerden anzusprechen. Sie hat versprochen, der Schule eine zusätzliche Kraft für die Sprachförderung zur Verfügung zu stellen. Es liegt jedoch an der Hand, dass  diese Aufstockung die fundamentalen Missstände nicht beseitigen kann. „Zugewanderte Schüler machen permanent negative Lernerfahrungen“, sagen die Lehrer. Weder die Schulbehörde noch das Bildungsministerium können aber das Schülerkontingent ändern. In dieser Hinsicht sollte man den Lehrern das wichtigste politische Mantra herüberbringen: „Ihr schafft das!“  

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