Politik
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Leopard-Panzer werden mit Israels "Hard-Kill-System" ausgerüstet
26.11.2019

Die deutschen Leopard-Kampfpanzer galten über Jahrzehnte als unverwundbar. Der türkischen Armee  ist es aber ungewollt gelungen, diesen Mythos zu zerstreuen. 2017 hatten IS-Dschihadisten zwei Leopard 2-Panzer im Kampf gegen die türkische Armee westlich der nordsyrischen Stadt al-Babzu erbeutet. Die Terrormiliz hatte ein Video über die Kriegsbeute veröffentlicht. Daraufhin entbrannte eine Diskussion über eine zusätzliche Schutztechnik gegen Panzerabwehrwaffen. Israel hat eine technische Lösung angeboten. Die Lösung wird nun bei den neuen Leopard-Modellen implementiert.

Die exakte Wirkungsweise des sogenannten „Hard Kill“-Panzerschutzsystems wird geheim gehalten. Es ist nur bekannt, dass das System anfliegende Geschosse noch vor dem Auftreffen in der Luft zerstören kann. Israel konnte die Wirksamkeit des innovativen Schutzsystems bereits in Kämpfen beweisen können.  Auch die US-Streitkräfte planen, ihre Kampfpanzer Abrams mit diesem System auszurüsten. Die Technologie des „aktiven Schutzes“ selbst ist aber nicht neu und wird in Russland schon seit Jahren erfolgreich als „Arena-System“ eingesetzt. 

Die Erbeutung der deutschen schweren Kriegsgeräte war wegen einer schweren Niederlage der türkischen Streitkräfte zustande gekommen. Laut IS-Propaganda seien mehr als 70 türkische Soldaten getötet worden. Ankara bestätigte den Tod von 16 Soldaten, sprach aber von vielen Verletzten. Die Gegner von deutschen Waffenexporten in den Nahen Osten haben seit Langem gewarnt, dass die deutschen Waffen in die Hände von Terroristen fallen könnten. Die Befürchtung hat sich bewahrheitet. Es gibt keine Garantie dafür, dass auch neu modernisierte Panzer wegen fehlender Professionalität der ausländischen Streitkräfte nicht wieder in die Hände der Terroristen gelangen, oder die deutschen Panzer nicht gegen zivile Bevölkerung eingesetzt werden.

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