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Neue Flüchtlingspolitik der Regierung: Behinderte und kranke Asylbewerber sind willkommen
02.09.2019

Angela Merkel (CDU) hat ein tiefes Schuldgefühl gegenüber Afrika und fühlt sich für dieses Kontinent mitverantwortlich. Es wäre besser, wenn sie beinah jeden Satz ihrer Rede in Davos nicht mit „wir“ angefangen hätte, denn sicher steht an ihrer Seite, außer Carola Rakete, nur eine, nämlich die frühere Bundesfamilienministerin Christine Schröder (CDU), die “aktiv Flüchtlinge auf dem afrikanischen Kontinent“ auswählen und abholen möchte.

 

Schröder schlägt eine ganz neue Linie bei der Flüchtlingspolitik vor. “Menschen, bei denen die Chancen gut stehen, dass ihnen tatsächlich Asyl gewährt wird. Und natürlich Bürgerkriegsflüchtlinge. Ausgewählt nach humanitären Kriterien, zuerst die Schwachen, Kranken, Behinderten“, sagte die CDU-Politikerin gegenüber Welt. Dabei sollten Frauen und Familien bevorzugt werden: Alleinstehende und Männer meinen es mit dem Rechtsstaat erfahrungsgemäß nicht ernst. Momentan überleben auf dem Mittelmeer und in der Sahara-Wüste aber überwiegend eher junge Männer, Alleinstehende und Skrupellose, meinte Schröder - die haben wir genug, die brauchen wir nicht noch mehr.

 

Die Religion soll aber keine selektive Rolle spielen. Die CDU-Politikerin heißt nicht nur Muslime, sondern auch Christen willkommen: sie müssen auch unbedingt zur Auswahl stehen, denn „die sind aus religiösen Gründen oft noch mal besonderen Repressionen ausgesetzt“. Dafür muss „die EU an einem Strang ziehen und Abkommen mit den nordafrikanischen Ländern getroffen werden und eventuell bedürfte es auch völkerrechtlicher Weiterentwicklungen“.

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