Politik
shutterstock.com
Neue Messerattacke auf Passanten: Warum schweigen die Ermittler?
11.09.2018

 
Eine neue Messerattacke in Paris wurde nur am Rande in den Medien erwähnt. Sieben unschuldige Menschen wurden von einem islamistischen Fanatiker verletzt – die Zahl der Opfer erscheint zu klein, um sie in die Schlagzeilen zu bringen. Mit der Feststellung des Motivs tun sich die französischen Ermittler schwer. Es deute nichts auf einen terroristischen Hintergrund hin, zitieren die Medien das Statement der Polizei. Wenn man das naheliegende Motiv für die Attacke ausschließt, bleibt dann nur eine einzige mögliche Erklärung, warum der Afghane auf unbekannte Passanten mit Messer herfiel. Er sei traumatisiert und psychisch krank. Punkt.
 
Es ist offensichtig, dass ein psychisch gesunder Mensch die unbekannten Menschen nicht angreifen würde. In dieser Hinsicht kann man fast jeden Terroristen als psychisch krank betrachten. Die Geistesstörung an sich ist jedoch kein Motiv für das Verbrechen. In jüngerer Zeit waren in Frankreich mehrere Messerattacken verübt worden. In Mai wurden ein Mensch getötet und vier weitere verletzt. Im August wurden zwei Frauen getötet und einen Mann schwer verletzt. Für alle Attacken hat der IS die Verantwortung genommen. Die Polizei schloss aber den terroristischen Hintergrund aus. Wie auch jetzt.
 
Der Täter wurde direkt am Tatort festgenommen. Bassin de la Villette ist ein Kanalbecken, an dem sich viele Menschen treffe. Der Tatort wurde also nicht zufällig ausgewählt. Für die Polizei bleibt das Motiv der Täter immer noch unklar.

Tweet