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Pfleger vergewaltigt 100-jährige Seniorin und bleibt auf freiem Fuß
05.02.2020

Eine Vergewaltigung scheint in Deutschland, nicht mehr strafbar zu sein. Zumindest zählt sie zu den schweren Straftaten offensichtlich nicht. Nach mehreren skandalösen Gerichtsurteilen, die Straftäter wieder auf freien Fuß setzten, ist man nur noch fassungslos. Auch eine neue unfassbare Tat, die sich in Gera ereignete, blieb regelrecht unbestraft: Eine 100-Jährige wurde von ihrem 19-jährigen Pfleger vergewaltigt. Das Gericht ließ den Täter gehen.

 

Im Februar letzten Jahres verging sich der damals 18 Jahre alte Pfleger an 100-jähriger Seniorin. Zu seiner Arbeit für einen ambulanten Dienst gehörte es, der Seniorin beim Baden zuhause zu helfen. Als die 100-jährige Frau aus der Badewanne ausstieg, fiel der Pfleger über sie her und vergewaltigte. Beim Prozess gestand er seine Tat.

 

Da der Mann zu dem Zeitpunkt des Verbrechens minderjährig war, wurde er nach Jugendstrafrecht verurteilt: 22 Monate wegen Vergewaltigung und sexuellem Missbrauch unter Ausnutzung eines Betreuungsverhältnisses bekam der Vergewaltiger auf Bewährung. Als Bewährungsauflage wurden 101 Stunden gemeinnützige Arbeit festgelegt, die nach Auffassung der Richter zum pädagogischen Zweck dienten: Für jedes Lebensjahr des Opfers sollte eine Stunde Arbeit geleistet werden. Apropos Richter. Eugen Wagner, der den jungen Vergewaltiger aus dem Gerichtssaal ins Freie gehen lies, verdonnerte einen 73-jährigen Schwarzfahrer schon mal zu einer Gefängnisstrafe, und zwar ohne Bewährung. 

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