Politik
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Pistole statt Toilettenpapier: Amerikaner bereiten sich auf Chaos vor
20.03.2020

Während in Deutschland Toilettenpapier und Teigwaren auf einer Hamster-Einkaufsliste stehen, zeigt das Kaufverhalten der US-Amerikaner eine andere Tendenz auf: Die Menschen in den USA stellen sich in die Schlange, um Pistolen und andere Munition zu kaufen. Der Hintergedanke ist einfach: Wer eine Pistole hat, wird auch andere Waren bekommen. Chaos und Gewalt bahnen sich an.
 
„Die Leute geraten in Panik, weil sie sich nicht mehr sicher fühlen“, kommentierte David Liu, Besitzer eines Waffengeschäfts in Los Angeles die aktuelle Situation. Er gehört jetzt zu den wenigsten Unternehmern, der in der Coronavirus-Krise große Profite erzielen kann. Umsatz des Waffengeschäfts stieg um 35 Prozent.
 
Bemerkenswert ist auch die Tendenz, dass das Waffengeschäft jetzt neue Zielgruppen hat. Der Anteil der asiatischen oder asiatisch aussehenden Kunden nahm drastisch zu. Diese Tendenz ist damit zu erklären, dass viele Asiaten fremdenfeindliche Gewalttaten fürchten. „Viele haben Angst, dass die Chinesen zu Sündenböcken der Pandemie gemacht werden“, so David Liu, der selber asiatische Wurzeln hat und daher es nicht vom Hörensagen weiß, was die Fremdenfeindlichkeit ist. Der US-Präsident, der eigentlich für Entschärfung der ethnischen Konflikte sorgen sollte, macht genau das Gegenteil und schürt Hass und Feindseligkeiten.    
 

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